Der Online-Kommunikationsdienst Skype hat nach Berichten über eine Sicherheitslücke das Zurücksetzen von Passwörtern deaktiviert. Derzeit werde die Angelegenheit untersucht, erklärte das zu Microsoft gehörende Unternehmen am Mittwoch.
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Kapern in sechs Schritten
Russische Hacker hatten zuvor im Netz eine Anleitung veröffentlicht, wie man fremde Skype-Konten mit Wissen der zugehörigen E-Mail-Adresse in sechs einfachen Schritten kapern könne. Die Funktion zum Zurücksetzen des Passworts spielte dabei eine zentrale Rolle.
Skype hat nach jüngsten Angaben über 250 Millionen aktive Kunden. Microsoft hatte Skype für rund 8,5 Milliarden Dollar gekauft und will den VoIP-Dienst zur zentralen Kommunikationsplattform in der Windows-Welt umformen. Dieser rückt damit immer mehr in den Fokus von Malware- und Hacker-Attacken: Erst kürzlich hatten verschiedene IT-Sicherheitsfirmen Alarm geschlagen, nachdem ein via Skype verbreiteter Wurm Millionen von PCs infizierte.
Update 20:25 Uhr - Sicherheitslücke geschlossen
Skype hat die gravierende Sicherheitslücke inzwischen geschlossen. Das teilte der Dienst am Mittwochabend mit. Skype hatte nach ersten Berichten über den Vorfall die fehlerhafte Funktion zum Zurücksetzen von Passwörtern deaktiviert. Sie wurde inzwischen wieder online geschaltet.


