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Freitag, 02.11.2012 17:12

Blackberry 10 ist fertig - und geht in die Testphase

aus dem Bereich Mobilfunk

Der kanadische Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) treibt seine neue Smartphone-Plattform voran, von der sich das Unternehmen einen Ausweg aus seiner tiefen Krise erhofft. Vorstandschef Thorsten Heins sprach am Freitag von einem entscheidenden Meilenstein in der Entwicklung von Blackberry 10. Das System sei in der vergangenen Woche bei über 50 Mobilfunkbetreibern in die Testphase gegangen. In den kommenden Monaten würden weitere Netzbetreiber folgen. Die ersten Reaktionen der Mobilfunkanbieter seien positiv gewesen.

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Raus der der Verlustzone

RIM hatte Blackberry 10 und die ersten Geräte dafür ursprünglich schon in diesem Jahr herausbringen wollen, den Starttermin Ende Juni aber auf das erste Quartal 2013 verschoben. Das Unternehmen steckt in den roten Zahlen fest und beschloss, 5000 seiner 16.500 Stellen abzubauen. Nach Medienberichten wollen inzwischen auch die zu den treuesten Kunden gehörenden US-Behörden wie das Verteidigungsministerium über einen iPhone-Ersatz für die Blackberrys nachdenken.

Der kanadische Smartphone-Pionier will sich mit dem neuen System vor allem an seine Unternehmenskunden sowie an alle anderen "aktiven Nutzer von vernetzter Kommunikation" wenden. Zu den Besonderheiten gehören die Trennung eines Unternehmensbereichs von der privaten Smartphone-Nutzung, eine neuartige Gestensteuerung und eine besonders schnelle Technik zur Eingabe von Texten über die virtuelle Tastatur, bei der nach wenigen Buchstaben Begriffe vorgeschlagen und mit einer Fingerbewegung ausgewählt werden.


Blackberry 10 muss ein Erfolg werden. Bild: RIM

Sechs neue Blackberry-Modelle

Das Smartphone-Portfolio soll sechs neue Geräte mit Blackberry 10 umfassen. Dies beginnt im ersten Quartal 2013 mit einem Touchscreen-Modell. Danach folgt ein Gerät mit einer physikalischen Tastatur, wie sie zum Markenzeichen von Blackberry gehört. Geplant sind insgesamt jeweils ein Gerät mit Touchscreen und physischer Tastatur für drei unterschiedliche Preis- und Ausstattungsklassen.

Michael Müller / dpa
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