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Freitag, 02.11.2012 09:44

Sharp auf "Ramsch"-Niveau abgewertet

aus dem Bereich Sonstiges

Sharp verliert mit dem angekündigten zweiten Rekordverlust in Folge das Vertrauen der Investoren. Die Rating-Agentur Fitch stufte ihre Bewertung des japanischen Elektronik-Konzerns am Freitag auf "Ramsch"-Niveau herab. Damit könnte es für Sharp teurer und schwieriger werden, sich frisches Geld am Kapitalmarkt zu holen. Die Aktie verlor in Tokio 2,37 Prozent auf 165 Yen. Damit büßte Sharp seit Jahresbeginn gut drei Viertel seines Börsenwerts ein.

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Die Lage hat sich verschlechtert

Fitch senkte das Sharp-Rating von "BBB-" auf "B-" und ist skeptisch für die Zukunft. Die Geldreserven lägen mit 221 Milliarden Yen (2,1 Milliarden Euro) deutlich unter den Verbindlichkeiten von 898 Milliarden Yen (8,6 Milliarden Euro), die innerhalb des nächsten Jahres fällig würden, erklärte die Rating-Agentur unter anderem. Auch wenn die Banken Sharp noch im September Kredite von 360 Milliarden Yen gewährten, könne ihre Bereitschaft zur weiteren Unterstützung im kommenden Jahr schwinden.

Sharp hatte am Donnerstag für das noch bis Ende März laufende Geschäftsjahr den zweiten riesigen Rekordverlust in Folge angekündigt. Das Minus dürfte 450 Milliarden Yen (4,3 Milliarden Euro) erreichen. Schon im Jahr davor hatte Sharp gut 376 Milliarden Yen verloren. Der Flachbild-TV-Pionier musste zudem eingestehen, dass die desolate Finanzlage Zweifel am Fortbestand des Unternehmens aufwerfe. "Wir werden unser Geschäft weiter umbauen, um diese Umstände zu überwinden", versicherte Sharp zugleich. Die Gründe für die schweren Probleme von Sharp sind vor allem die sinkende Nachfrage nach Fernsehgeräten und der starke Yen.

Auch Panasonic herabgestuft

Auch der Konkurrent Panasonic wurde nach der Ankündigung eines weiteren hohen Verlusts abgestuft. Die Agentur Standard & Poor's kappte das Rating von "A-" auf "BBB". Die Bewertung ist damit aber noch im grünen Bereich, das Ausblick ist stabil. Panasonic hatte diese Woche für das laufende Geschäftsjahr einen Verlust angekündigt, der mit 765 Milliarden Yen (7,4 Milliarden Euro) fast genauso hoch ausfallen soll wie das Rekord-Minus des Vorjahres. Zusammen mit den 772 Milliarden Yen im Jahr davor verliert Panasonic damit in 24 Monaten umgerechnet 14,8 Milliarden Euro.

Hayo Lücke / dpa
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