Anzeige:
Dienstag, 30.10.2012 11:11

Streit um "Google-Abgabe": Eric Schmidt trifft Hollande

aus dem Bereich Sonstiges

Google will in Frankreich mit Gesprächen auf höchster politischer Ebene die Einführung eines sogenannten Leistungsschutzrechts für Online-Presseinhalte verhindern. Der Verwaltungsratschef des Internet-Konzerns, Eric Schmidt, traf dazu am Montagabend den französischen Präsidenten François Hollande in Paris. Dessen Regierung zieht ein Leistungsschutzrecht wie andere Staaten konkret in Erwägung. Die Bundesregierung in Berlin hat bereits beschlossen, dem Parlament einen entsprechenden Gesetzesentwurf (PDF) vorzulegen.

Anzeige

Hollande: Beteiligte sollen selbst Regelung finden

Nähere Einzelheiten zu dem Gespräch zwischen Hollande und Schmidt wurden nicht bekannt. Google erklärte am Abend lediglich, Schmidts Besuch sei von langer Hand geplant gewesen: "Er war schon viele Male in Frankreich, um sich mit Regierungsbeamten zu treffen und darüber zu sprechen, wie das Internet dabei helfen kann, neue Jobs zu schaffen und die französische Kultur weltweit zu exportieren." Diese Themen seien auch am Montag zur Sprache gekommen.

Schmidt selbst verließ laut Medienberichten kommentarlos den Élyséepalast. Hollande sprach sich im Anschluss dafür aus, dass die Beteiligten nach Möglichkeit selbst eine Regelung in ihrem Konflikt herbeiführen. Wenn dies nicht gelinge, käme jedoch auch ein ähnliches Gesetzesvorhaben wie in Deutschland in Frage, hieß es in einer Mitteilung des Präsidialamtes.

Drohung mit Link-Blockade

Google hatte bereits zuvor mit Briefen an Kabinettsmitglieder versucht, die französischen Planungen für ein Leistungsschutzrecht zu stoppen. Wenn der Staat Forderungen der Verleger nachkomme, werde Google künftig nicht mehr auf französische Medienseiten verlinken, hieß es dort. Die Einführung einer solchen Rechtes sei nicht hinnehmbar und stelle die Existenz des Unternehmens infrage.

In Frankreich gibt es bereits seit langem Gespräche über die mögliche Einführung einer "Google-Steuer". Die jüngsten Überlegungen gehen allerdings auf eine gemeinsame Forderung der deutschen und französischen Presseverleger zurück. Sie verlangen eine Beteiligung an den Erlösen der Suchmaschinenbetreiber, die bislang nichts dafür bezahlen müssten, wenn sie auf ihren Sites mediale Internetangebote in Auszügen ("Snippets") darstellen. Die italienischen Verleger haben sich mittlerweile der Initiative angeschlossen.

Jörg Schamberg / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Dienstag, 28.07.2015
Twitter sperrt Tweets mit geklauten Witzen
Warnung vor 'Terminator': Forscher fordern Verbot selbstständiger Kampfroboter
Montag, 27.07.2015
Umfrage: Begriff "Internet der Dinge" ist 88 Prozent der Deutschen unbekannt
O2 schaltet LTE-Roaming ab 1. August in drei Urlaubsländern frei
Vodafone: Mobilfunkvertrag erstmals komplett online und papierlos abschließen
1080NerdScope: YouTuber LeFloid & Co übernehmen Gaming-Sendung auf EinsPlus
HTC Desire 626 ab Ende August für 299 Euro erhältlich
Telekom Sicherheitsreport 2015: Deutsche kaum besorgt über Cyber-Risiken
Daimler plant noch 2015 Test selbstfahrender LKWs auf Autobahnen
Amazon Blitzangebote: Galaxy S6 (64 GB), Notebooks & Tablets zum Aktionspreis
Sonntag, 26.07.2015
Amazon beherrscht fast ein Drittel des deutschen Online-Handels
Google-Tochter Nest will Thermostate und Rauchmelder mit mehr Geräten verknüpfen
Nach Hackerangriff auf US-Behörde OPM: USA befürchten Enttarnung ihrer Spione
Samstag, 25.07.2015
Gesetz in Kraft - Wichtige Branchen müssen IT-Sicherheit stärken
AT&T darf DirecTV kaufen - 48 Milliarden Dollar Deal genehmigt
Weitere News
Provider Wechsel
DSL Speed Test gemacht und nun unzufrieden mit der DSL Leistung?
Jetzt Kosten für den DSL Anschluss senken und neuen Telefonanbieter suchen.
Günstige Angebote der wichtigsten Internet Provider auch inklusive DSL Modem in der Übersicht.
Prepaid Handy
Mit einem Prepaid-Tarif lässt sich bei voller Kostenkontrolle telefonieren. Allerdings benötigt man dann auch ein Handy ohne Vertrag.
Wer einen Discounter-Tarif bei Anbietern wie Fonic oder Simyo wählt, muss sich noch nach einem Prepaid Handy umsehen.
Verschiedene Modelle gibt es in unserer Handy Übersicht.
© 1999-2015 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs