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Sonntag, 28.10.2012 09:08

Heftige Sonnenstürme erwartet - Handy-Netze bedroht

aus dem Bereich Sonstiges

Eine Weltuntergangsstimmung sollte nach Ansicht von Wissenschaftlern nicht heraufbeschworen werden. "Es kann aber sein, dass die Welt für fünf Minuten den Atem anhält", meint Andreas Ottenbacher (50) vom ESA-Kontrollzentrum (ESOC). Theoretisch könne "der volkswirtschaftliche Schaden immens sein". Der Meteorologe Ottenbacher sieht es aber eher gelassen: "Vermutlich muss ich das Handy einfach mal ausschalten und dann wieder einschalten."

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1.000 km/s schnell

Sonnenstürme auf unserem Zentralgestirn sind normal. Gasblasen schießen hoch wie beim Kochen. Eine Wolke rast mit durchschnittlich 1.000 Kilometern pro Sekunde auf die Erde zu. Deren Magnetfeld wird an manchen Stellen gequetscht, an anderen gedehnt.

Früher merkte die Menschheit praktisch nichts. Damals gab es noch keine hochmoderne Technik, die sensibel auf Sonnenstürme reagiert - auch keine Astronauten, die sich vor dem Sonnensturm sicherheitshalber in einen geschützteren Bereich ihren Raumstation zurückziehen. "Wir werden mit zunehmender Technik immer anfälliger", stellt Curdt fest. "Wir sind uns aber auch der Gefahren viel mehr bewusst."

Blackout ist unwahrscheinlich

Auch bei dem womöglich größten Schaden durch einen Blackout bei der Stromversorgung warnen Wissenschaftler vor Panikmache. "Diese Gefahr sehe ich eher als gering an", sagt Curdt. "Da ist die Gefahr durch eine Sabotage größer."

Zum Thema Stromversorgung gehört auch das Stichwort Energiewende. Für Bothmer wird die Möglichkeit eines Sonnensturms zu wenig einkalkuliert. "Es geht um eine Risikoabschätzung, um ein risikofestes Netz." Erneuerbare Energien sind nach Ansicht von Curdt "grundsätzlich unanfälliger." Denn: "Je dezentraler die Versorgung, desto kleiner die großräumigen Auswirkungen."

Hayo Lücke / dpa
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