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Freitag, 26.10.2012 09:22

Burda will Xing komplett schlucken - für 147 Millionen Euro

aus dem Bereich Sonstiges

Der Medienkonzern Burda setzt zur Übernahme des Karriere-Netzwerks Xing an. Burda teilte am Freitag mit, dass der Anteil an Xing von zuletzt 29,43 Prozent auf rund 38,89 Prozent ausgebaut wurde und damit ein Pflichtangebot für die restlichen Anteile fällig wird.

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Burda will 147,3 Millionen Euro zahlen

Für die verbliebenen 3,3 Millionen Xing-Aktien will die Burda-Digitaltochter 44 Euro je Aktie oder insgesamt 147,3 Millionen Euro auf den Tisch zu legen. Die Xing-Aktie war am Donnerstag mit 37,315 Euro aus dem Handel gegangen, schoss am Montag aber um fast 18 Prozent in die Höhe.

Xing-Sprecher Marc-Sven Kopka kündigte an, dass der Vorstand der Xing AG fristgerecht Stellung beziehen werde. "Bereits heute können wir sagen, dass wir mit Burda stets einen guten strategischen Investor hatten und uns freuen, dass das auch künftig der Fall sein wird", fügte Kopka hinzu. Er wies darauf hin, dass Burda nach eigener Darstellung keine "grundsätzlichen Veränderungen des Geschäfts oder der Gremien" plane.

Burda war im November 2009 bei Xing eingestiegen und hatte sich zunächst mit einem Viertel beteiligt. Der Verlag will kräftig in das Digitalgeschäft investieren. Im Frühjahr hatte der Medienkonzern angekündigt, den Anteil an Xing weiter aufstocken zu wollen.

Den Schwerpunkt setzt das Hamburger Online-Netzwerk vor allem auf berufliche und geschäftliche Kontakte und hat auch Angebote für Personalsuche und Stellenvermittlung. Im zweiten Quartal kam das Unternehmen auf einen Umsatz von 18,19 Millionen Euro und einen Überschuss von 2,07 Millionen Euro.

Geld durch Premium-Mitgliedschaften

Einen Teil seines Umsatzes macht Xing auch mit Premium-Mitgliedschaften. Für Extras wie die Möglichkeit, die Besucher des eigenen Profils genau identifizieren zu können, werden monatlich mindestens 5,55 Euro fällig. Allerdings nutzten Ende Juni gerade einmal 793.000 der insgesamt 12,4 Millionen Mitglieder die Premium-Mitgliedschaft. Neue Zahlen werden am 8. November vorgelegt.

Hayo Lücke / Mit Material der dpa
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