Anzeige:

Freitag, 26.10.2012 08:25

Sicherheit auf Smartphones - Aigner baut sanften Druck auf

aus dem Bereich Mobilfunk

Die Anbieter von Smartphones und Handy-Apps müssen nach Ansicht von Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) deutlich mehr für die Sicherheit tun. "Die Nutzung von Smartphones hat nicht nur bei jungen Leuten mit Spaß zu tun. Aber manchmal kann einem der Spaß vergehen", sagte die Ministerin unter der Woche in Berlin. "Zahlreiche Smartphone-Apps greifen auf Daten zu, die sie für ihren eigentlichen Zweck gar nicht brauchen." Als Beispiel führte Aigner eine populäre Taschenlampen-App an, die auf Ort des Smartphones und die Geräte-ID zugriff.

Anzeige

Apps mit Vorsicht nutzen

Aigner verwies auch auf eine Warnung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), wonach das Kurzmitteilungsprogramm WhatsApp gehackt wurde und zum Identitätsdiebstahl genutzt werden kann. Kritisch sei weiterhin, dass laut einer Studie der Universitäten in Marburg und Hannover die Verschlüsselung von Apps auf der Google-Plattform Android in mehr als 1.000 Fällen fehlerhaft umgesetzt worden sei.

Aigner bemängelte auch, dass Apple und Google - im Gegensatz zu Microsoft und Nokia - nicht auf eine Abmahnung der Verbraucherschutzzentralen wegen Mängel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen ihrer App-Stores reagiert hätten und es auf einen Prozess ankommen ließen.

Appell an die Smartphone-Hersteller

Von den Herstellern der Smartphones verlangte die Ministerin, dass vorinstallierte Anwendungen sich auch leicht wieder deinstallieren lassen können. Außerdem sollten die Geräte mit der höchsten Sicherheitseinstellung ausgeliefert werden. "Wenn ich in ein Auto einsteige, kann ich davon ausgehen, dass der Airbag schon funktioniert und nicht erst aktiviert werden muss."

Die Ministerin machte sich für eine rasche Umsetzung des geplanten EU-Datenschutzrechtes stark. "Der Datenschutz darf nicht an den Grenzen haltmachen." Mit der Marktmacht der 500 Millionen Verbraucher in der Europäischen Union könnten bessere Sicherheitsstandards auch weltweit durchgesetzt werden.

Der Chef des Chip-Kartenspezialisten Giesecke & Devrient, Karsten Ottenberg, verwies auf das Geschäftspotenzial, das in guten Sicherheitslösungen stecke. ""Made in Germany" für Sicherheit ist eine Marktchance, die wir nutzen können", sagte der Vorsitzende der Sicherheits-Arbeitsgruppe des Nationalen IT-Gipfels. Die Sicherheit alleine entscheide jedoch nicht über den Kauf. "Auch Bedienbarkeit und Design sind sehr wichtig." Hier hätten manche Anbieter noch Nachholbedarf.

Aigner und Ottenberg zitierten aus einer Emnid-Studie, wonach für 86 Prozent der Befragten die Kriterien Sicherheit und Datenschutz bei Smartphones "wichtig bis sehr wichtig" seien. 45 Prozent sagten, die Sicherheit sei ein wesentliches Kaufkriterium. Über ein Drittel der Smartphone-Verweigerer nannten fehlendes Vertrauen als Grund für die Nichtnutzung.

Hayo Lücke / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Donnerstag, 24.07.2014
Amazon-Aktion: Kindle Fire HD ab 79 Euro
Hintergrund: So funktioniert Nutzer-Tracking per Canvas Fingerprinting
Telekom killt Nutzer-Tracking per Canvas Fingerprinting
Skype 5.0 für Android sucht selbständig nach Freunden
BSkyB könnte Vereinbarung über "Sky Europe" schon am Freitag verkünden
helloMobil senkt Preis für Flat XM 2000 plus auf 19,95 Euro
Nokia reduziert Verlust, neues Kerngeschäft aber hart umkämpft
LG : Hoher Gewinn dank Smartphones und 4K-Fernsehern
Hacker klauen bei EZB Kontaktdaten und fordern Geld
O2 Prepaid: Neue Smartphone-Tarife - ungenutztes Datenvolumen verfällt nicht mehr
Microsoft plant nur noch eine Windows-Version für Desktop und Smartphone
Amazon Wallet: Mit der Payment-App an die Ladenkasse
Trotz iPad-Schwäche: Apple-Chef Cook glaubt an Zukunft mit Tablets
Smartphone-Werbung macht Facebook reich - Nutzerzahl steigt auf 1,32 Milliarden
Mittwoch, 23.07.2014
Hamburg verbietet Mitfahrdienst Uber - 1.000 Euro Strafe für private Fahrer
Weitere News
Mobiles Internet
Unterwegs und trotzdem Online: Mobiles Internet per UMTS macht's möglich.
Fast genauso schnell im Speed Test oder sogar schneller als ein regulärer Internetzugang.
Damit ist mobiles Internet neben Kabel digital auch als Alternative interessant, wenn die DSL Verfügbarkeit am Wohnort eingeschränkt ist.
DSL Geschwindigkeit
DSL Speedtest gemacht? Schlechtes Ergebnis erhalten?
Vielleicht zum schnellen VDSL wechseln und 1&1 VDSL, Alice VDSL, Telekom VDSL oder Vodafone VDSL Verfügbarkeit überprüfen.
Auch Kabelanbieter haben interessante Tarifangebote - Hier gibt es alle günstigen Provider auf einen Blick.
Internetzugang
Zahlreiche Provider haben günstige DSL Angebote. Inzwischen bieten einige von ihnen auch das schnelle VDSL an.
Jetzt die Vodafone VDSL Verfügbarkeit checken, nach T-Home VDSL suchen oder die 1und1 VDSL Verfügbarkeit vor Ort prüfen.
Schnell anmelden und mit Highspeed im Internet surfen.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs