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Sonntag, 28.10.2012 08:01

Mit Laptop und Fahrrad von Berlin nach Indien

aus dem Bereich Sonstiges

Während das Vierer-Team noch für den guten Zweck im Sattel saß und sich sogar ein Fahrrad-Tattoo auf das Handgelenk stechen ließ, flogen zwei ihrer Freunde mit dem Flugzeug nach Indien. Die Geografie-Studenten Kevin Kuhn und Sven Riesbeck begannen schon Wochen vor der Ankunft der Radler mit dem Bau der alternativen Toiletten, die ohne Spülwasser funktionieren. Urin und Fäkalien werden dabei getrennt gesammelt und nach einfacher Aufbereitung als Dünger und Kompost in der Landwirtschaft verwendet.

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Ständiges Risiko, entführt zu werden

Jeden Bauabschnitt der Toiletten genauso wie jeden gefahrenen Kilometer hielt das Team in einem Blog fest. So schildern sie etwa die Probleme beim Durchqueren von Pakistan. "Wir haben Militärposten gefragt, ob wir unsere Wasserflasche auffüllen dürfen", erzählt Fährmann von der täglichen Suche nach Wasser in dem trockenen Land. Meistens durften sie aber ohnehin nicht auf die Räder steigen. Wegen drohender Entführungsgefahr lud das Militär sie auf Pick-Ups und transportierte sie den Großteil der Strecke. Und selbst wenn sie selbst in die Pedale treten durften, begleitete sie eine Eskorte.

Maushami Chetty (30), die einzige Frau im Team, durfte in Pakistan gar nicht mehr dabei sein. Die Unternehmensjuristin aus Südafrika erhielt kein Visum für Pakistan und musste von Iran aus nach Indien fliegen. "Ich wurde wie eine Spionin behandelt", beschwert sie sich. Und Johann Angermann (26), der die Reise mit der Kamera begleitete, fürchtete in Vorderasien ständig um seine Ausrüstung. "Ich hatte Angst, dass sie mir alles abnehmen." Doch die Zöllner seien sehr freundlich gewesen.

Allerdings habe er seine Videos im Iran nicht hochladen können, weil der Staat viele Seiten blockiere. "Doch jeder Jugendliche konnte uns sagen, mit welchen Filtern und Proxy-Servern man sogar Sachen auf Facebook stellen kann", erzählt Angermann. Überhaupt sei die Gastfreundschaft die eindrücklichste Erfahrung der ganzen Reise gewesen. Diese habe mit fast jedem gefahrenen Kilometer zugenommen. "Es ist ein Unterschied, ob Dir jemand wie in Deutschland zuwinkt, oder ob Dir jemand einen halben Garten als Nachtisch anbietet."

Hayo Lücke / dpa
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