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Sonntag, 28.10.2012 08:01

Mit Laptop und Fahrrad von Berlin nach Indien

aus dem Bereich Sonstiges

Digitale Nomaden können von jedem Ort der Welt aus arbeiten, heißt es. Alles, was sie zum Leben brauchen, sei ihr Computer. Thomas Jakel hat das ausprobiert: Er lud Laptop, Smartphone und ein Dynamo-USB-Ladegerät auf sein Fahrrad und ist zusammen mit drei anderen Alltags-Abenteurern 8.700 Kilometer von Berlin nach Indien gestrampelt. Nachts im Zelt schrieb der junge Geschäftsführer E-Mails, die er in den Mittagspausen in Cafés mit WLAN-Hotspots absetzte. Es klappte: Der 26-Jährige hielt seine beiden Internet-Start-ups am Laufen.

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Internet - Ein "Must-Have"

"Ich kann auch mal eine Weile ohne Essen und Trinken auskommen, aber Internet brauche ich immer", sagt Jakel. Doch musste er auf der sechs Monate langen Reise durch Tschechien, Österreich, die Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, die Türkei, Iran, Pakistan und Indien auch immer wieder digital fasten. "Im Iran zum Beispiel hatte ich zwar mobiles Internet. Aber es dauerte oft eine Stunde, bis eine E-Mail rausging - und zwar ohne Anhänge."

Doch nicht nur in Vorderasien hätten sie manchmal Schwierigkeiten gehabt, berichtet Erik Fährmann (27) am Ende der Tour. "Das erste Mal verzweifelt sind wir in Brandenburg. Ich hatte den Eindruck, dass die Internet-Abdeckung dort schlechter war als im Iran." Bald schon kaufte sich das Team einen Mehrfachstecker und holte sich in jedem Restaurant, in dem sie aßen, ungefragt Strom aus der Steckdose. Auch seien die WLAN-Passwörter oft erstaunlich leicht zu erraten gewesen, sagt Fährmann.

Stand die Internetverbindung einmal, konzentrierte sich Jakel bei seiner Arbeit auf das Wesentliche und ließ sich nicht von Skype oder Facebook ablenken. Ein weiterer Vorteil: Probleme verschwanden nach zwei Tagen wie von selbst, ohne dass er auf E-Mails antworten musste. "Meine Mitarbeiter in Berlin haben sich auch irgendwann daran gewöhnt, dass ich nicht jeden Tag Mails abrufe."

Das Team hat mit der Reise nicht nur herausgefunden, dass man selbst in wüstenartigen Gebieten noch Kontakt nach Hause halten kann, sondern auch Spenden für ein Toilettenprojekt gesammelt. 11.500 Euro kamen durch die Tour zusammen - damit bauen die jungen Deutschen 25 Trockentoiletten in Garade in der Nähe von Mumbai. Dort haben bisher 70 Prozent der Bewohner keinen Zugang zu Sanitäranlagen und verrichten ihre Notdurft im Freien.

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