Anzeige:
Mittwoch, 24.10.2012 08:19

Facebook macht 59 Millionen Dollar Verlust - Aktienkurs steigt deutlich

aus dem Bereich Sonstiges

Das Online-Netzwerk Facebook hat abermals einen Verlust eingefahren. Grund waren galoppierende Kosten und hohe Steuern. Die Anleger sind von den Geschäftszahlen fürs dritte Quartal dennoch begeistert. Denn es scheint, dass das weltgrößte Soziale Netzwerk im problematischen mobilen Geschäft Fortschritte macht. Die Aktie schoss am Dienstag nachbörslich um fast 13 Prozent nach oben.

Anzeige

59 Millionen Dollar Verlust

Wegen hoher Steuern auf Aktien, mit denen das Unternehmen seine Mitarbeiter entlohnt, fiel ein Quartalsverlust von 59 Millionen Dollar (45 Millionen Euro) an. Auch die Kosten für Marketing, Verwaltung oder die Entwicklung neuer Produkte schnellten nach oben. Bereits im Vorquartal hatte der Börsenneuling rote Zahlen geschrieben. Im Vorjahreszeitraum hatte Facebook noch 227 Millionen Dollar verdient.

Gründer und Firmenchef Mark Zuckerberg hob die Fortschritte bei Werbung auf Smartphones und Tablets hervor, die als Schwachpunkt gilt. "Ich möchte den Mythos zerstreuen, dass Facebook kein Geld im mobilen Geschäft verdienen kann", erklärte er in einer Telefonkonferenz. Über mobile Geräte könnten mehr Menschen erreicht werden und diese würden öfter vorbeischauen als Nutzer am Computer. Es werde stets missverstanden, wie groß die Chancen für Facebook in dem Bereich seien: Werbung auf Smartphones und Tablets habe sich als effizienter herausgestellt und mache inzwischen 14 Prozent der Werbeeinnahmen aus. Analysten-Fragen nach konkreteren Beispielen für die Stärken im mobilen Geschäft wichen Zuckerberg und seine Nummer zwei Sheryl Sandberg dann aber konsequent aus.

Mittlerweile greifen 604 Millionen Nutzer zu Smartphones oder Tablet-Computern, um mit ihren Facebook-Freunden in Kontakt zu bleiben. Das sind 61 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Gesamtzahl der monatlichen Nutzer lag zuletzt bei gut einer Milliarde, ein Zuwachs von 26 Prozent. Mehr als die Hälfte davon schaut sogar täglich bei Facebook vorbei. Exakt spricht Facebook von 1.007.000.000 aktiven Mitgliedern.

Umsatz klettert deutlich

Die Nutzer sind der Schatz von Facebook, denn diese Masse macht das soziale Netzwerk für die Werbetreibenden interessant. Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 32 Prozent auf 1,26 Milliarden Dollar. Die Werbung machte daran 86 Prozent aus, der Rest ist vor allem Facebooks Anteil an Einnahmen aus Online-Spielen. Der Beitrag des mit schweren Problemen kämpfenden "Farmville"-Erfinders Zynga ist dabei um ein Fünftel gesunken. Zynga steuerte damit noch etwa sieben Prozent des Facebook-Umsatzes bei nach zehn Prozent noch im Quartal davor. Es gebe aber auch Anbieter, die erfolgreich seien, kommentierte Zuckerberg trocken. Zynga strich kurz vor den Facebook-Zahlen fünf Prozent der Arbeitsplätze.

Insgesamt sind die Zahlen ein Lichtblick für Facebook: Nach dem Börsengang im Mai war die Aktie von 38 Dollar auf bis zu 17,55 Dollar abgestürzt, weil die Sorge Überhand nahm, dass Facebook im mobilen Geschäft nicht so recht Geld verdienen kann. Der Smartphone-Bildschirm bietet weniger Platz für Werbung als ein Computermonitor. Doch Facebook steuerte mit neuen Werbeformen gegen - die Anzeigen werden im Nachrichtenstrom der Nutzer platziert. Die aufgezeigte Entwicklung ließ die Anleger hoffen. Nachbörslich kostete das Papier mehr als 22 Dollar.

Hayo Lücke / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Samstag, 18.04.2015
Neuer "Star Wars"-Trailer wird Hit im Internet
Freitag, 17.04.2015
BigBrotherAwards: Datenschützer verleihen Negativpreise an BND und Amazon
"WSJ": Apple Pay expandiert international nur langsam
Street View & Co.: Internetnutzer für bessere Online-Panoramadienste in Deutschland
Care Energy: Kostenloses Mobilfunkangebot mit 10 GB LTE-Datenvolumen
Yahoo plant möglicherweise Comeback als Suchmaschine
Bis zu 1.200 Mbit/s: Netgear bringt im Mai zwei neue Powerline-Adapter
Sony Pictures: Wikileaks veröffentlicht nach Hackerangriff über 200.000 interne Dokumente
Smartmobil.de "Volks-Flat": Allnet-Flat, SMS-Flat und LTE-Internet-Flat für 14,99 Euro
Verbotene Inhalte: Instagram informiert ausführlicher über Verhaltensregeln
Unitymedia und Huawei: BVB-Stadion erhält Gratis-WLAN für 80.000 Zuschauer
PC-Flaute tritt AMD hart: Umsatzeinbruch und hoher Verlust
Wegen Haftbefehl: Assange stimmt Verhör in London zu
Donnerstag, 16.04.2015
Microsoft kooperiert mit dem Android-Spezialisten Cyanogen
Studie: Fast alle Zwölfjährigen sind online
Weitere News
Handy ohne Vertrag
Zu einem neuen Prepaid-Tarif fehlt meist nur noch das dazu passende neue Prepaid Handy.
Ein Handy ohne Vertrag muss dabei keineswegs teuer sein.
Inzwischen bekommt man ein günstiges Klapphandy oder sogar ein Touchscreen Handy ohne zuviel ausgeben zu müssen.
Internetzugang
Zahlreiche Provider haben günstige DSL Angebote. Inzwischen bieten einige von ihnen auch das schnelle VDSL an.
Jetzt die Vodafone VDSL Verfügbarkeit checken, nach T-Home VDSL suchen oder die 1und1 VDSL Verfügbarkeit vor Ort prüfen.
Schnell anmelden und mit Highspeed im Internet surfen.
© 1999-2015 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs