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Dienstag, 23.10.2012 17:07

Chip-Boom: Volle Kassen bei Texas Instruments und ARM

aus dem Bereich Computer

Einst versüßte er einem die Mathestunde, sofern möglich: Viele Ex-Schüler erinnern sich noch an ihren ersten Taschenrechner aus dem Hause "Texas Instruments". Der Traditionskonzern machte bereits in den 50er Jahren als Pionier in Sachen Transistorradio von sich Reden und ist heutzutage längst auch in der Chip-Branche unterwegs. Und dort schlägt er sich wacker: Im vergangenen Quartal hat er dank niedrigerer Steuerzahlungen mehr verdient. Der Gewinn stieg im Jahresvergleich um 30,4 Prozent auf 784 Millionen Dollar.

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Mobilfunk-Sparte schreibt rote Zahlen

Zugleich gab jedoch der Umsatz im dritten Quartal um 2,2 Prozent auf 3,39 Milliarden Dollar nach, wie das Unternehmen aus Dallas nach US-Börsenschluss am Montag mitteilte. Im laufenden Quartal stellt sich das Unternehmen auf ein eher mäßiges Geschäft ein. Die Aktie gab vorbörslich um 0,5 Prozent nach.

Texas Instruments stellt spezialisierte Chips für verschiedenste Bereiche von Haushaltsgeräten über Autoelektronik bis hin zu Weltraum-Technik her. Entsprechend empfindlich ist das Geschäft daher aber auch für Schwankungen der Weltkonjunktur. Für das laufende Vierteljahr erwartet Texas Instrument einen Umsatzrückgang von bis zu 16,5 Prozent im Quartalsvergleich.

Aus dem größten Bereich Analogchips kam im dritten Quartal gut die Hälfte des operativen Gewinns von insgesamt 840 Millionen Dollar. Im Mobilfunk-Geschäft gab es hingegen einen deutlichen Umsatzrückgang und operativ rote Zahlen mehr als 50 Millionen Dollar. Auch in der Sparte, die Chips zum Einbau unter anderem in Autoelektronik liefert, gab es einen Erlösrückgang.

Der Boom von Smartphones und Tablets lässt beim Chip-Entwickler ARM Holdings weiter kräftig die Kassen klingen. Von dem britischen Unternehmen stammt die Technologie hinter den weitaus meisten Prozessoren, die in mobilen Geräten verwendet werden. Im dritten Quartal stieg der ARM-Umsatz um gut ein Fünftel auf 144,6 Millionen Pfund (177,7 Mio Euro). Der Gewinn legte um 31,5 Prozent auf 41,3 Millionen Pfund zu, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Auch ARM jubelt

Auf Lizenzen für die Entwicklungen hat sich hingegen die britische Chipschmiede ARM spezialsiert. Offenbar ein Wachstumsgeschäft: Allein im vergangenen Quartal seien 29 neue Lizenzen vergeben worden, teilte ARM mit. Insgesamt seien in dem Vierteljahr 2,2 Milliarden Chips auf Basis von ARM-Technologien abgesetzt worden.

Die Firma lizenziert ihre Prozessoren-Architektur an verschiedene Hersteller. So steckt zum Beispiel in den iPhones und iPads ein von Apple entwickelter Chip auf Basis der ARM-Technologie. Aber auch namhafte Wettbewerber wie Samsung und LG Electronics arbeiten mit ARM zusammen. Microsoft kündigte bereits an, dass die nächste Windows-Version auch mit ARM-Prozessoren statt nur mit Intel-Chips laufen soll.

Dorothee Monreal / dpa
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