Anzeige:
Samstag, 20.10.2012 18:01

Kranker UFO-Hacker: Briten liefern McKinnon nicht an USA aus

aus dem Bereich Sonstiges

Zehn Jahre lang kämpfte der kranke Computer-Hacker Gary McKinnon gegen seine Auslieferung an die USA. Jetzt hat er einen Erfolg errungen. Und der Häftlings-Austausch zwischen beiden Staaten wird auch neu geregelt.

Anzeige

Hacker ist krank und selbstmordgefährdet

Nach jahrelanger Diskussion hat sich Großbritannien gegen die Auslieferung eines Computer-Hackers an die USA entschieden und will ein Abkommen zwischen den Ländern zum Häftlingsaustausch lockern. Der 46 Jahre alte Brite Gary McKinnon sei sehr krank, deshalb werde man ihn aus Menschenrechtsgründen nicht an die USA überstellen, sagte Innenministerin Theresa May am Dienstag in London. Es bestehe große Gefahr, dass er Selbstmord begehen werde, wenn er in die USA müsse. Stattdessen soll geprüft werden, ob ihm in seiner Heimat der Prozess gemacht wird.

McKinnon soll Dutzende Computer des US-Militärs gehackt haben - in den USA wird von dem größten Fall dieser Art gesprochen. Er hat die Taten gestanden, behauptet jedoch, er habe sich nur über UFOs informieren wollen. McKinnon hatte rund zehn Jahre durch verschiedene Instanzen gegen seine Auslieferung gekämpft. In den USA drohte ihm eine Gefängnisstrafe von bis zu 60 Jahren. Er hat Asperger-Syndrom, eine Form von Autismus. Er leidet an Depressionen.

Künftig mehr Entscheidungsmöglichkeiten für britische Gerichte

Der Fall hatte auch deshalb für Aufsehen gesorgt, weil er ein umstrittenes Abkommen zwischen den USA und Großbritannien zum Austausch von Straftat-Verdächtigen in den Fokus rückte. Kritiker sind der Meinung, Großbritannien werde dabei benachteiligt. May erklärte, dass britische Gerichte in Zukunft mehr Möglichkeiten bekommen sollten, zu entscheiden, ob ein Prozess in Großbritannien oder im Ausland sinnvoller sei.

McKinnons Mutter, Janis Sharp, die seit Jahren öffentlich für ihren Sohn eintritt, dankte May für die "Stärke und den Mut" für diese Entscheidung. Menschenrechtsorganisationen begrüßten die Entscheidung ebenfalls. Premierminister David Cameron war gegen eine Auslieferung gewesen und hatte mit US-Präsident Barack Obama über den Fall gesprochen.

Jörg Schamberg / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Freitag, 24.10.2014
EuGH-Urteil: Einbetten von Videos verstößt nicht gegen das Urheberrecht
Trotz Angriff auf iCloud-Nutzer: Apple-Chef Cook wirbt in China um Kunden
Nach Kritik: Anti-Facebook Ello verzichtet auf bezahlte Werbung
Online-Magazin "Krautreporter" ist gestartet: Breite Themenpalette von Zensur bis Ebola
Microsoft nutzt Marke Nokia nur noch für günstige Handys
ESET warnt vor Malware für den Mac
Smartwatch LG G Watch R erscheint später, kostet weniger
"Rooms": Facebook stellt App für anonyme Chats vor
Simply: Allnet-Flat mit LTE und 1 GB Highspeed-Volumen ab 9,95 Euro
Kann eine Zeitungs-Flatrate nach dem Modell Spotify die Printmedien retten?
helloMobil: LTE-Allnet-Flat mit 2 GB Highspeed-Volumen ab 14,95 Euro
Neue Internetsteuer: Ungarn will 48 Cent pro Gigabyte kassieren
Microsoft steigert Umsatz um ein Viertel
Amazon eröffnet Rechenzentrum in Deutschland
Amazon auf Crashkurs: Riesenverlust von 437 Millionen Dollar
Weitere News
Internet TV
Mit Kabel oder VDSL per Internet TV aufregende Unterhaltungsangebote nach Hause holen.
Nicht nur mit 1und1 VDSL, T-Home VDSL oder Vodafone VDSL gibt es rückelfreies TV Programm.
Auch die Kabelnetzbetreiber haben gute Angebote.
Turbo Internet
DSL 16000 ist im Vergleich zu DSL 1000 oder DSL 2000 zwar schnell.
Mit VDSL geht es noch viel schneller: DSL 25000 und DSL 50000 brechen alle Rekorde im DSL Test.
Aber auch Internet über Kabel kann da mithalten.
Prepaid Handy
Mit einem Prepaid-Tarif lässt sich bei voller Kostenkontrolle telefonieren. Allerdings benötigt man dann auch ein Handy ohne Vertrag.
Wer einen Discounter-Tarif bei Anbietern wie Fonic oder Simyo wählt, muss sich noch nach einem Prepaid Handy umsehen.
Verschiedene Modelle gibt es in unserer Handy Übersicht.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs