Anzeige:
vodafone.de
Freitag, 19.10.2012 11:16

Google droht Frankreichs Medien mit Link-Blockade

aus den Bereichen Computer, Sonstiges

Google droht der französischen Regierung wegen einer drohenden Abgabe an Verleger. Wenn der Staat Forderungen einem sogenannten Leistungsschutzrecht für Online-Presseinhalte nachkomme, werde das Unternehmen künftig nicht mehr auf französische Medienseiten verlinken, zitierte die französische Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus einem Google-Schreiben an mehrere Kabinettsmitglieder.

Anzeige

Sichtbar sein oder nicht sichtbar sein

Die Einführung einer solchen Rechtes sei nicht hinnehmbar und stelle die Existenz des Unternehmens infrage. Google beschere den Seiten von französischen Verlegern jeden Monat vier Milliarden "Klicks". Kay Oberbeck, Unternehmenssprecher von Google Deutschland, rechtfertigte das Vorgehen: "Es ist nichts Neues, dass ein derartiges Gesetz, wie es in Deutschland und Frankreich zur Diskussion steht, sehr schädlich für das Internet wäre. Darauf weisen wir seit mehr als drei Jahren auch öffentlich hin." Die Verleger könnten jetzt selbst entscheiden, ob sie in der Google-Suche erscheinen wollen oder nicht.

In Frankreich gibt es bereits seit langem Gespräche über die mögliche Einführung einer "Google-Steuer". Die jüngsten Überlegungen gehen allerdings auf eine gemeinsame Forderung der deutschen und französischen Presseverleger zurück. Sie verlangen eine Beteiligung an den Erlösen der Suchmaschinenbetreiber, die bislang nichts dafür bezahlen müssten, wenn sie auf ihren Sites mediale Internetangebote in Auszügen ("Snippets") darstellen und verlinken.

Grundlage einer solchen Entlohnung könnte die Einführung eines Leistungsschutzrechts für Presseverleger sein. Auch die französische Kulturministerin Aurélie Filippetti steht einer entsprechende Initiative aufgeschlossen gegenüber. Die Bundesregierung in Berlin hat bereits beschlossen, dem Parlament einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorzulegen. Sollte dieser tatsächlich beschlossen werden, könnten deutsche Medienangebote künftig ebenfalls von einem Link-Boykott bedroht sein.

Christian Wolf / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Mittwoch, 19.06.2013
Zeitung: Microsoft stand bereits kurz vor der Übernahme von Nokia
NSA-Skandal: Google fürchtet um seinen Ruf - und fordert mehr Transparenz
Bundeskanzlerin Merkel im Internet-"Neuland"
"Bloomberg": Neue Surface-Tablets mit Snapdragon-CPUs & mobilem Internet
Internet by Call: Flashnet mit starker Preiserhöhung und neuen Tarifen
Base all-in: 60 Euro Rabatt mit Gutschein von Gettings
Sony zieht fehlerhaftes Update für Playstation 3 zurück
Bericht: Vodafone will mehr für Kabel Deutschland bezahlen
Telekom erhöht Geschwindigkeit in einigen Mobilfunk-Tarifen
Vodafone: Neue CallYa-Tarife und Roaming-Optionen
Huawei dementiert Pläne zur Übernahme von Nokia
Canonical formt Mobilfunk-Allianz für Ubuntu OS
HTC Desire 200: Kleines Display, aber ohne Werbung
Huawei Ascend P6 in der Hand gehalten
Tempo-Drosselung: Künftiger Telekom-Chef wirft Politik Populismus vor
Weitere News
DSL Telefon
Der klassische Telefonanschluss ist out. Heute ist vielerorts bereits DSL verfügbar und macht das DSL Telefon möglich.
Eine Telefon Flatrate senkt die Kosten zudem erheblich.
Das DSL Angebot ist allerdings groß. Deshalb vorher Provider vergleichen.
DSL 16000
DSL Turbo und ganz oben dabei im DSL Speed Test:
Mit DSL 16000 durchs Internet und alle Vorzüge wie Internettelefonie und Internet TV genießen.
Alle Anbieter von DSL und dem schnellen VDSL in der Übersicht.
Handys
Wer keinen Mobilfunk-Vertrag abschließen will, braucht zu seiner Prepaid SIM-Karte von Anbietern wie Simyo oder Fonic noch ein Handy ohne Vertrag. Die Auswahl ist groß, ebenso wie die Preisunterschiede.
Ob klassisches Tastenhandy oder Touchscreen Handy: Wir stellen aktuelle Modelle verschiedener Preiskategorien vor.
© 1999-2013 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Presse :: Jobs