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Sonntag, 21.10.2012 10:01

Ultrabook Beratung: Vor- und Nachteile der dünnen Dauerläufer

aus dem Bereich Computer

Ultrabook – ein Schlagwort, das derzeit auf Anzeigen in Zeitschriften, Werbeflächen in Flughäfen und natürlich in Elektronikmärkten prangt. Die von Intel erfundene Marke verspricht gegenüber Notebooks, die sich nicht Ultrabook nennen dürfen, verschiedene Vorteile wie eine lange Laufzeit und ein extra schlankes Design. Für wen lohnt sich ein solches Gerät überhaupt, wo liegen die Grenzen und wie finden Interessenten das richtige innerhalb der mittlerweile stolzen Anzahl an Modellen? Diesen Fragen geht unser Ultrabook-Ratgeber auf den Grund.

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Ultrabook Ratgeber – Inhalt

Wann ist ein Notebook ein Ultrabook?

Zunächst stellt sich die Frage: Wann ist ein Laptop ein "Ultrabook"? Intel lässt die Bezeichnung nur zu, wenn eine Reihe von Kriterien erfüllt ist. So dürfen Geräte mit einer Displaygröße von 14 Zoll oder mehr nur 21 Millimeter (mm) dick sein, kleinere Notebooks nur 18 mm. Das Gewicht spielt hingegen keine Rolle. Zwar sind insbesondere kleine Ultrabooks oftmals sehr leicht, die Asus Zenbooks und die Toshiba-Serien Portégé Z930, Satellite Z930 sowie der Vorgänger Satellite Z830 (Test) beginnen bei nur 1,1 Kilogramm, 15-Zöller überschreiten aber die 2-Kilogramm-Grenze.

Darüber hinaus gelten festgelegte Zeiten für das Aufwachen aus dem Tiefschlaf: Maximal sieben Sekunden dürfen vergehen, bis die Tastatur ansprechbar ist. Aus dem herkömmlichen Standby erwacht ein Ultrabook entsprechend flotter. Um das zu erreichen, setzen die Hersteller auf SSDs, je nach Modell und Preislage als einzige Lösung oder aber zusammen mit einer HDD. Der Akku muss mindestens fünf Stunden durchhalten, wobei Intel eine Empfehlung von acht Stunden herausgibt. All diese Anforderungen gelten für die aktuelle zweite Auflage von Ultrabooks Das heißt, für Geräte mit Intels Ultrabook-Prozessoren der zweiten Generation, die der Chip-Hersteller innerhalb der Core-Familie wiederum der dritten Generation zuordnet: Ivy Bridge. Im Gegensatz zu anderen Ivy-Bridge-Mobilprozessoren sind diejenigen für Ultrabooks besonders stromsparend; ihre Thermal Design Power (TDP) liegt bei 17 Watt. Auf diese Weise lassen sich eine gute Leistung und lange Laufzeit in einem dünnen Gehäuse realisieren.

Welches Ultrabook für wen?
Welches Ultrabook für wen? Der Markt gibt eine Vielzahl von Größen, Formen und Preiskategorien her.
Bildmontage: onlinekosten.de

Keine Standardware: Grafikkarte oder Laufwerk

Dieser kurze Ausflug in die Gemeinsamkeiten aller Ultrabooks zeigt, dass insbesondere mobile Anwender davon profitieren, die wenig Gewicht mit sich herumtragen und möglichst lange ohne Netzteil arbeiten möchten. Mit steigender Größe eines Ultrabooks verlagern sich die Vorteile eher in Richtung schneller Reaktionsfähigkeit und geringeren Stromverbrauchs. Gleichzeitig erhöhen sich die Chancen auf ein integriertes Laufwerk (ab 14 Zoll) und eine Grafikkarte mit dediziertem Speicher (Nvidia ab 13 Zoll, AMD ab 14 Zoll). Ansonsten muss in der ersten Ultrabook-Generation mit Sandy-Bridge-Prozessoren ein Intel HD 3000 Grafikchip und bei neueren Ultrabooks mit Ivy Bridge Intels HD 4000 genügen. Letzterer ist allerdings deutlich stärker als sein Vorgänger. So oder so ist ein Ultrabooks aber nichts für passionierte Computerspieler mit Framerate-Sportsgeist.

Keine Quad-Core-Prozessoren, RAM begrenzt

Ebenfalls aus dem Raster fallen Anwender, die eine sehr hohe Leistung benötigen und beispielsweise regelmäßig zügig HD-Videos schneiden möchten. Schließlich resultiert aus einem niedrigen Stromverbrauch innerhalb einer CPU-Serie in der Regel auch eine geringere Leistung, zumal die Ultrabook-Prozessoren bislang nicht als Vierkerner, sondern nur als Dual-Core in Erscheinung treten - auch die i7-Exemplare. Dank Hyper-Threading können aber insgesamt vier Threads verarbeitet werden. Was ein Ultrabook locker verkraftet, sind Arbeiten wie Abspielen von Full-HD-Videos und Bildbearbeitung im kleineren Rahmen. Wer mehrere Browser-Fenster mit jeweils Dutzenden Tabs und außerdem weitere Programme parallel nutzen möchte, sollte gegebenenfalls beachten, dass bei vielen Ultrabooks bei 4 Gigabyte (GB) RAM das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Beispielsweise das sehr schlanke Asus Zenbook der ersten Generation (Zenbook UX21E (Test) und UX31) sowie das neue Zenbook Prime haben den Arbeitsspeicher fix auf dem Mainboard untergebracht, eine Erweiterung ist ausgeschlossen. Wer definitiv mehr als 4 GB RAM benötigt, sollte daher auf Aufrüstbarkeit achten oder direkt zu einem Modell mit 6 oder 8 GB greifen. Beispiele hierfür sind das Dell Inspiron 14z, Fujitsu Lifebook AH552, HP Envy 14 Spectre (Test) und das ThinkPad X1 Carbon von Lenovo. Mehr als 8 GB gibt es in Ultrabooks derzeit nicht.

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