Der neue Chef der problemgeplagten Telekom-Tochter T-Mobile USA gibt sich kämpferisch. "Ich bin sehr optimistisch, dass wir Sprint mittelfristig als drittgrößten Anbieter überholen können", sagte der Manager John Legere dem "Manager Magazin" laut einem Vorabbericht von Mittwoch. Das sei zu schaffen, da das Sprint-Netz "so viel schlechter" sei.
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Schwierige Ausgangslage für T-Mobile USA
Derzeit leidet T-Mobile USA darunter, dass die Nummer vier als einziger der großen Anbieter nicht das populäre iPhone von Apple im Programm hat. Das belastet die Kundenzahlen. Zudem müssen Milliarden Dollar in die Netzinfrastruktur gesteckt werden.
Nachdem der Verkauf von T-Mobile USA an den Platzhirsch AT&T am Widerstand der Kartellwächter scheiterte, setzt die Deutsche Telekom jetzt auf schnelles Wachstum durch die Übernahme des kleineren Anbieters MetroPCS mit seinen gut neun Millionen Kunden. Allerdings wird T-Mobile USA auch zusammen mit MetroPCS nur auf 42,5 Millionen Kunden kommen im Vergleich zu den rund 56 Millionen Nutzern bei Sprint.
Softbank übernimmt Sprint
Zudem gibt es auch für die Nummer drei ehrgeizige Pläne: Der japanische Konzern Softbank will Sprint für gut 20 Milliarden Dollar übernehmen und zur Jagd auf die Marktführer Verizon Wireless und AT&T blasen. Allerdings dürfte mit dem frischen Softbank-Deal auch ein Gegenangebot von Sprint für MetroPCS zunächst einmal vom Tisch sein.
Der Erfolg von T-Mobile USA hänge nicht von der Fusion mit MetroPCS ab, sagte Legere zugleich. "Sie wird unser Tempo am Markt erheblich beschleunigen, aber unsere Strategie, aggressiv anzugreifen, wird so oder so zum Erfolg führen."


