Die amerikanischen Kartellwächter bereiten laut Medienberichten den Boden für eine Wettbewerbsklage gegen Google. Ein Entwurf für den Abschlussbericht der Handelsbehörde FTC zu ihrer mehr als einjährigen Untersuchung enthalte eine Klageempfehlung, berichteten die "New York Times" und die Finanznachrichtenagentur "Bloomberg" am Wochenende.
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Außergerichtliche Einigung ebenfalls möglich
Entscheiden darüber müssen die fünf FTC-Kommissare. Derzeit neige die Mehrheit von ihnen zu einer Klage, berichtete Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen. Darunter sei auch der Vorsitzende Jon Leibowitz. Konkurrenten werfen Google vor, die dominierende Position im Suchmaschinen-Geschäft gegen sie zu missbrauchen. Der Internet-Konzern wies solche Anschuldigungen stets zurück.
Aktuell führten Google und seine Konkurrenten Einzeltreffen mit den Kommissaren durch, um ihre Positionen vorzutragen, hieß es. Auch wenn die Kommission eine Klage empfiehlt, könnte Google noch eine außergerichtliche Einigung eingehen. Es ist der größte Wettbewerbsfall in der IT-Branche seit dem Vorgehen der US-Regierung gegen Microsoft in den 90er Jahren.
Entscheidung soll in diesem Jahr fallen
An dem mehr als 100 Seiten starken Entwurf werde zwar noch weiter gearbeitet, aber die zentralen Schlussfolgerungen dürften dabei unverändert bleiben, schrieb die "New York Times". Die FTC (Federal Trade Commission) stelle auch bereits ein Team für ein Gerichtsverfahren zusammen. Nach jüngsten Aussagen soll die Entscheidung über eine Klage noch in diesem Jahr fallen.


