Anzeige:
Dienstag, 09.10.2012 16:13

"Internetsucht": Ledige Männer ohne Job besonders gefährdet

aus dem Bereich Sonstiges

Über eine halbe Million Menschen in Deutschland gelten laut einer Studie als abhängig vom Internet. In der Altersklasse über 25 Jahren drohen vor allem Männer in eine Sucht abzurutschen. Allerdings ist die Definition einer Internetsucht auch unter Experten umstritten.

Anzeige

Flucht in eine virtuelle Welt

Ledige und arbeitslose Männer sind laut einer Studie besonders gefährdet, sich so sehr in den Tiefen des Netzes zu verlieren, dass sie den Bezug zur Realität verlieren. Krankhafte Internetnutzung äußere sich vor allem darin, dass die Betroffenen ihr soziales Leben vernachlässigten, sagte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans (FDP), am Dienstag in Berlin. Darunter litten dann die Arbeit oder der Schulbesuch, mitunter auch einfache Dinge wie Essen und Waschen. "Das geht bis zur körperlichen Verwahrlosung."

Nach einer jetzt neu ausgewerteten Erhebung kommen 0,7 Prozent aller 25- bis 64-Jährigen in Deutschland nicht mehr von Online-Spielen oder Sozialen Netzwerken los. Mit 1,0 Prozent sei der Anteil bei Männern mehr als doppelt so hoch wie bei Frauen (0,4 Prozent), teilte Dyckmans mit. "Die Betroffenen flüchten in eine virtuelle Welt. Dort bekommen sie Anerkennung und Belohnung."

Akuter Handlungsbedarf - Internetsucht als Krankheit einstufen

Insgesamt gelten in Deutschland rund 560.000 Menschen zwischen 14 und 64 Jahren als "internetsüchtig", wie aus einer bereits im August vorgelegten Studie der Universitäten Lübeck und Greifswald hervorgeht. Unter ihnen sind 250.000 Menschen im Alter von 14 bis 24 Jahren. Hier ist das Geschlechterverhältnis nahezu ausgeglichen. 2,5 Millionen Menschen nutzen laut Studie das Netz auf problematische Weise und drohen in eine Abhängigkeit abzurutschen.

"Die Zahlen zeigen ganz akut einen Handlungsbedarf", sagte Dyckmans. Es müsse ein besonderes Augenmerk auf die Prävention gelegt und dabei die ganze Familie einbezogen werden. "Da gibt es gute Erfolge." Auch müsse Internetsucht als Krankheit klassifiziert und in das internationale Diagnoseverzeichnis aufgenommen werden, forderte sie. Der Begriff der Internetsucht ist wissenschaftlich umstritten. Einige Psychologen sehen in einer exzessiven Internetnutzung keine eigenständige Störung, sondern lediglich das Symptom einer psychischen Erkrankung wie der Depression. Andere fordern hingegen, maßlose Internetnutzung als eigenständige Krankheit einzuordnen. Bislang ist Internetabhängigkeit von der Weltgesundheitsorganisation nicht als Verhaltenssucht anerkannt.

Laut Studie geht die große Mehrheit der 14- bis 24-Jährigen (77,3 Prozent) ins Netz, um zu chatten, Fotos zu posten und Mitteilungen zu kommentieren. Bei den Älteren zwischen 25 und 64 Jahren ist das Interesse an Sozialen Netzwerken wie Facebook geringer (45,1 Prozent). Die zweitbeliebteste Internetbeschäftigung sind Onlinespiele.

Jörg Schamberg / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 Hab zuviel gezockt - kann heute nicht arbeiten, Sorry Chef! (0 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von JackHowdy am 10.10.2012 um 09:18 Uhr
 Suche

  News
Mittwoch, 26.11.2014
Zalando "schreit vor Glück": Konzern peilt Gewinnzone an
IDC: iPad-Verkäufe sinken erstmals - Tablet-Boom ebbt ab
Kabel Deutschland: WLAN-Kabelrouter für kurze Zeit gratis erhältlich
Telekom und Orange erwägen Ausstieg aus britischem Mobilfunkmarkt
Media Markt und Saturn starten vier eigene Prepaid-Tarife im Telefónica-Netz
Acht Millionen Deutsche nutzen das Smartphone als Videotelefon
Weihnachtsaktion bei Base: Samsung Tablet gratis zum Galaxy S5
Amazon Fire Phone jetzt auch bei congstar
HP tritt vor Aufspaltung auf der Stelle: Weniger Umsatz und Gewinn
Neue Antennen für 5G-Mobilfunk: Ericsson und IBM forschen gemeinsam
Kim Dotcom: "Ich bin pleite" - Haft droht
Apple erstmals über 700 Milliarden Dollar wert
Dienstag, 25.11.2014
Amazon vermittelt in den USA nun auch Handwerker
Studie: Viele Eltern kennen Passwörter der Kinder
Klarmobil: AllNet-Spar-Flat im D-Netz ab 14,85 Euro
Weitere News
ADSL Anschluss
Ein DSL Anschluss ist der Standardzugang der meisten Internetprovider.
Ob 1&1, der Billiganbieter congstar oder früher auch QSC oder freenet: Alle setzen auf die ADSL Technik.
Dazu gibt's verschiedene Flatrates. Neben einer Internet Flatrate ist bei vielen Angeboten oft auch eine Festnetz Flatrate inklusive.
Internetzugang
Zahlreiche Provider haben günstige DSL Angebote. Inzwischen bieten einige von ihnen auch das schnelle VDSL an.
Jetzt die Vodafone VDSL Verfügbarkeit checken, nach T-Home VDSL suchen oder die 1und1 VDSL Verfügbarkeit vor Ort prüfen.
Schnell anmelden und mit Highspeed im Internet surfen.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs