Anzeige:
vodafone.de
Dienstag, 09.10.2012 11:21

Kindle Paperwhite: US-Käufer klagen über Display-Beleuchtung

aus dem Bereich Sonstiges

Bei der Vorstellung des Kindle "Paperwhite" sparte Amazon-Chef Jeff Bezos nicht mit Superlativen. Mit mehr Kontrast, einer schärferen Textdarstellung und der erstmals integrierten Beleuchtung sei der E-Reader der Vorreiter seiner Klasse, so der Tenor. Während die zur Markteinführung lancierten Fotos und Hands-on-Videos des illuminierten Displays noch den Eindruck einer perfekt gleichmäßig ausgeleuchteten Anzeige vermittelten, folgte für viele Käufer des derzeit nur in den USA erhältlichen Modells nach dem ersten Anschalten jedoch schnell Ernüchterung über die teils eher fleckige Realität.

Anzeige

Kritik an der Display-Ausleuchtung

In zahlreichen Kundenrezensionen auf amazon.com berichten enttäuschte Kindle-Käufer über eine vor allem am unteren Rand des Bildschirms auftretende Schattenbildung zwischen den einzelnen LEDs und eine ungleichmäßige Lichtverteilung. Auch auf mehreren Fotos sind sichtbare Helligkeitsunterschiede dokumentiert. Unklar ist, ob es sich um Produktionsfehler oder allgemeine Qualitätsschwankungen handelt. Bemängelt wird außerdem eine bläuliche, grünliche oder auch pinke Färbung des Lichts sowie ein eher grau statt weiß anmutender Hintergrund: Der Paperwhite sei nicht weiß, sondern sehe eher wie ein Buch aus, das in die Toilette geworfen und anschließend getrocknet worden sei, so ein Amazon-Kunde.

Überwiegend lobend wurde der "Paperwhite" hingegen in zahlreichen Tests einschlägiger Blogs und Online-Magazine beurteilt. Vor allem im direkten Vergleich zu dem bereits länger erhältlichen Leucht-Reader Nook der US-Buchhandelskette Barnes & Noble erhielt der Bildschirm des Amazon-Modells gute Kritiken. So hob das US-Blog TechCrunch die "einheitliche Helligkeit" der Anzeige hervor, erwähnte aber ebenfalls eine geringe Schattenbildung an den unteren Rändern und veröffentlichte einige Bilder, auf denen die dunkleren Bereiche zu erkennen waren. Ähnlich urteilte Engadget und betonte ausdrücklich die "gleichmäßige Lichtverteilung". Wohlwollende Einschätzungen gab es zudem bei "Huffington Post" und "The Verge".



Schöne Werbebilder im offiziellen Fernsehspot für den Kindle "Paperwhite" sorgen bei US-Kunden für hohe Erwartungen

Dass viele Kunden nun verstimmt sind, hat daher möglicherweise zumindest in Teilen mit der hohen Erwartungshaltung zu tun, die von Amazons Marketingmaschine geschürt wurde. Hinzu kommen offenbar gewisse Fertigungstoleranzen in der Display-Herstellung, die im Einzelfall zu sichtbaren Artefakten führen. Auswirkungen auf den Verkauf gibt es aber wohl noch nicht. So gehört der "Paperwhite" trotz einer aktuellen Lieferzeit von sechs Wochen laut Amazon-Homepage zu den Bestsellern im Elektronikbereich. Dies könnte sich allerdings ändern, wenn der kanadische Konkurrent Kobo sein neues Top-Modell "Glo" auf den US-Markt bringt. Sollte dieser in Sachen Beleuchtung weniger Schwächen aufweisen, dürfte sich der Run auf den "Paperwhite" etwas abkühlen. Wann der Leucht-Kindle in Deutschland zu haben sein wird, steht noch nicht fest. Im Menü der US-Ausgabe ist "Deutsch" als Sprachoption aber immerhin schon berücksichtigt.

Update, 11.10.12

Inzwischen hat Amazon neue Details zum Marktstart des Paperwhite in Deutschland veröffentlicht. Demnach ist das Gerät ab dem 22. November bei amazon.de zum Preis von 129 Euro mit WLAN-Modul beziehungsweise 189 Euro inklusive WLAN- und UMTS-Zugang erhältlich. Vorbestellungen sind bereits möglich.

Christian Wolf
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Sonntag, 26.05.2013
Online-Heiratsschwindel - Die Gefahr aus dem Netz
NEC MultiSync P242W: IPS-Monitor im 16:10-Format
Samstag, 25.05.2013
YouTube für Windows Phone: Microsoft entfernt Downloader
Experte: Eltern sollen Kinder am Computer kontrollieren
Samsung stellt 960-GB-SSD für Big-Data-Center vor
"WiWo": Neue Sicherheitsprodukte der Telekom gegen Cyber-Attacken starten in diesem Jahr
Klick & Guck: Online-Filmverleih im Aufwind
"Focus": Günstigere EU-Datentarife von Vodafone und E-Plus
Bericht: Yahoo bietet für US-Videodienst Hulu mit
"WSJ": Google will Mobilfunk-Netze in Schwellenländern aufbauen
Telekom: Fitnessarmband UP erfasst Bewegungen und Schlafphasen
Audi connect: Parkzeit automatisch bezahlen
Lotto-Ziehung ab Juli nur noch im Netz live
Freitag, 24.05.2013
Bieter-Wettstreit von Facebook und Google um Verkehrs-App Waze
HP zeigt neue Envy-Laptops mit Beats Audio
Weitere News
Handys
Wer keinen Mobilfunk-Vertrag abschließen will, braucht zu seiner Prepaid SIM-Karte von Anbietern wie Simyo oder Fonic noch ein Handy ohne Vertrag. Die Auswahl ist groß, ebenso wie die Preisunterschiede.
Ob klassisches Tastenhandy oder Touchscreen Handy: Wir stellen aktuelle Modelle verschiedener Preiskategorien vor.
Server
Server gibt es für fast jede Aufgabe: Mailserver mit POP3 für E-Mails, SQL Server für Datenbanken oder FTP Server für den Dateitransfer.
Auch das Betriebssystem ist variabel - ob Windows Server oder Linux Server: Sie haben die Wahl.
Auf ihrem Dedicated Server bestimmen Sie als Administrator ganz allein.
Turbo Internet
DSL 16000 ist im Vergleich zu DSL 1000 oder DSL 2000 zwar schnell.
Mit VDSL geht es noch viel schneller: DSL 25000 und DSL 50000 brechen alle Rekorde im DSL Test.
Aber auch Internet über Kabel kann da mithalten.
© 1999-2013 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Presse :: Jobs