Anzeige:

Samstag, 06.10.2012 08:01

Facebook-Fans zum Schnäppchen-Preis: Schwunghafter Handel im Netz

aus dem Bereich Sonstiges

Manchmal kommt das "Gefällt mir" von Facebook-Accounts, die von einer Software (Bot) gesteuert werden. Manchmal sind es Menschen, die für einige Cent auf "Like" klicken oder einen Kommentar schreiben. "Zurzeit ist der Markt so, dass viele semi-professionelle Anbieter sich gegenseitig das Wasser abgraben", beobachtet Eldagsen. "Ich denke, dass es sich professionalisieren wird."

Anzeige

Nachweis von gekauften Followern ist schwer

Auch auf den Profilen großer Unternehmen finden sich Bot-Fans, wie eine Auswertung (PDF) des Mailänder Professors Marco Camisani Calzolari zeigte. Im US-Wahlkampf fiel ein sprunghafter Anstieg der Follower des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney auf. Sein Twitter-Konto gewann an einem einzigen Tag fast 117.000 Anhänger - ein Plus von 17 Prozent. Barracuda Networks fand bei vielen von ihnen Indizien, dass es sich um Bots handelt.

Der Fall zeigt ein Problem auf: Wer die mutmaßlich falschen Follower gekauft hat, ist offen. Immerhin wäre es auch denkbar, dass das gegnerische Lager dahintersteckt. Oder eine Agentur, die ohne das Wissen ihres Auftraggebers handelt, um eine vereinbarte Zielmarke zu erreichen. "Der Nachweis ist das große Problem", sagt Eldagsen.

Fake-Nutzer bedrohen Vertrauen in soziale Netzwerke

Klar ist für einige Analysten aber, welche Folgen das Geschäft mit den Likes haben könnte. "Fake-Nutzer sollten Facebook und Twitter Sorgen machen, weil sie Nutzervertrauen, Online-Sicherheit und das allgemeine Gemeinschaftsgefühl der sozialen Netzwerke bedrohen", schreibt Paul Judge von Barracuda.

Der Chef des Hamburger Social Media-Dienstleisters Ethority, Sten Franke, sieht dagegen keine Gefahr für die Sozialen Netzwerke. Aber auch er warnt vor den gekauften Freunden. "Längerfristig bringt es nichts, weil das eigentliche Kommunikationsziel - nämlich ein Dialog - nicht erreicht wird." Zudem setzten Unternehmen sich dem Risiko aus, ihre Arbeit zunichtezumachen, falls der Kauf auffliegt. "Ich glaube nicht, dass sich das langfristig als Massenphänomen durchsetzen wird."

Facebook geht davon aus, dass es sich nur bei 1,5 Prozent seiner Nutzer um missbräuchlich angelegte Profile handelt. Ende August hat das Unternehmen angekündigt, stärker gegen falsche Facebook-Likes vorzugehen und sie automatisch zu löschen: "Ein Like, das nicht von jemandem kommt, der wirklich an einer Seite interessiert ist, nützt niemandem." Das Technologieblog "TechCrunch" berichtete vergangene Woche über erste Lösch-Aktionen.

Jörg Schamberg / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Dienstag, 29.07.2014
Blackberry kauft "Merkel-Phone"-Entwickler Secusmart
Partnerbörse OkCupid gibt Manipulation von Nutzern zu
winSIM: 2-GB-Allnet-Flatrate für 19,95 Euro - nur 3 Tage günstiger
Facebook spaltet "Messenger"-Chat auch in Deutschland von App ab
HTC One M8 soll mit Windows Phone 8.1 erscheinen
Unitymedia KabelBW erweitert Online-Videothek - Kooperation mit Universal
Base All-in: BILDplus und Fußball-Bundesliga gratis
Blau Smart 1000: 300 Minuten, 300 SMS und 400 MB für 14,90 Euro
Justizminister Maas rät Snowden zu Rückkehr in die USA
Napster-Musikdienst knackt Marke von zwei Millionen zahlenden Nutzern
Google & Co auf Schnupperkurs mit neuen TLDs: Chancen für Webseiten-Betreiber?
Montag, 28.07.2014
EU: Apple darf Beats schlucken - Bose verklagt Beats
Kabel Deutschland: Internet-Drossel für Filesharer darf nicht ins Kleingedruckte
25 Jahre Microsoft Office: Vom Papier zum Tablet und in die Cloud
Crash-Tarife: Nokia Smartphone für 1 Euro - Vodafone Tarife ohne Fixkosten
Weitere News
Webhosting
Sie kennen sich im Webhosting bisher überhaupt nicht aus? Sie können mit Whois und DNS Server nichts anfangen?
Sie wissen nicht, was eine Firewall oder ein Cluster bewirkt? Und Sie haben auch noch nie von Small Business Server oder Switch gehört?
Dann einfach unsere Hintergrundseiten zum Thema nutzen. Wir erklären Ihnen die wichtigsten Begriffe - kurz und verständlich.
Turbo Internet
DSL 16000 ist im Vergleich zu DSL 1000 oder DSL 2000 zwar schnell.
Mit VDSL geht es noch viel schneller: DSL 25000 und DSL 50000 brechen alle Rekorde im DSL Test.
Aber auch Internet über Kabel kann da mithalten.
Internetanschluss
DSL Internetzugang mit High Speed, Internet Flatrate und wahlweise auch Telefonflatrate gesucht?
Jetzt prüfen ob vor Ort Vodafone VDSL, 1&1 VDSL oder Angebote anderer DSL-Anbieter verfügbar sind!
Wir haben eine Übersicht zu allen Angeboten inklusive Tarifrechner.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs