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Samstag, 06.10.2012 08:01

Facebook-Fans zum Schnäppchen-Preis: Schwunghafter Handel im Netz

aus dem Bereich Sonstiges

"Gefällt mir"-Klicks und Follower sind die Währung der Sozialen Netzwerke. Die Schattenseite: Es gibt längst einen schwunghaften Handel mit falschen Fans.

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1.500 Klicks für 92,99 US-Dollar

Der Berliner Rapper Massiv hat digital aufgerüstet. Die Zahl seiner Twitter-Follower - Nutzer, die seine Meldungen in dem Kurznachrichtendienst verfolgen - hat sich binnen Wochen auf 100.000 verzehnfacht. Der Rapper hielt nicht hinter dem Berg, wo viele der Fans pünktlich zur Veröffentlichung seines neuen Albums herkamen. "Wer Follower will bei eBay gibt's Hammer Angebote", twitterte er.

So offen spricht kaum einer der Käufer darüber, doch im Netz blüht ein Handel mit "Likes", Followern und Kommentaren in Sozialen Netzwerken. 1.500 Klicks auf den eigenen "Gefällt mir"-Button ("Like") auf Facebook gibt es beispielsweise für 92,99 US-Dollar, Lieferung in fünf bis acht Tagen. "Wir liefern jeden Monat mehr als 2,5 Millionen Twitter-Follower", wirbt ein anderer Anbieter.

Anhänger der Netzwerke als wichtige Währung

Das Marktforschungsunternehmen Gartner rechnet damit, dass 2014 zwischen 10 und 15 Prozent der Bewertungen in Sozialen Netzwerken gekauft sein werden. Das Geschäft laufe erst an, warnt eine im August veröffentlichte Studie des IT-Spezialisten Barracuda Networks. Hintergrund ist, dass die Zahl der Anhänger in den Netzwerken sich zu einer wichtigen Währung entwickelt hat. Unternehmen messen daran den Erfolg ihrer Werbekampagnen, auch Journalisten orientieren sich an der vermeintlichen Fangemeinde.

"Solange Erfolg an Zahlen geknüpft wird, ist es verführerisch, das über eine Abkürzung zu machen", sagt der Social-Media-Berater Boris Eldagsen. Er hat beide Seiten des Geschäfts getestet, das er in Vorträgen als "dunkle Seite der Likes" bezeichnet - Logo im "Star Wars"-Design inklusive. Eldagsen und drei Mitstreiter tragen auf ihrer Webseite "Like Detectives" Informationen zum Thema zusammen. "Das ist eine grundlegende Veränderung von Social Media", erläutert er. Die Netzwerke würden immer kommerzialisierter - und dadurch das Interesse zu manipulieren immer größer.

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