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Donnerstag, 04.10.2012 15:53

Druck' dir dein Produkt: 3D-Drucker auf dem Vormarsch

aus den Bereichen Computer, Sonstiges

Über das Geschäft mit dem "Ultimaker" kann Martijn Elserman, Mitgründer des gleichnamigen Startups, dennoch nicht klagen - 3,2 Millionen Euro Umsatz hat er seit Mai 2011 erzielt. Branchenprimus MakerBot aus den USA hat seit Anfang 2009 insgesamt 13.000 Geräte verkauft - und etliche virtuelle Designs Wirklichkeit werden lassen.

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"Dünne Modelle werden zerbrechen"

Weil die Geräte immer billiger werden, rechnet Elserman für die kommenden Jahre mit einem Boom - auch bei ungenauen Oberflächen fertiger Objekte. "Natürlich werden besonders dünne Modelle zerbrechen", sagt Elserman über die Kritik an seinem Low-Cost-Gerät. "Das ist ja, als würden Sie einen Tintenstrahldrucker mit einem Laserdrucker vergleichen."

Sollte der "Additive Manufacturing" genannte 3D-Druck zum Massenphänomen werden, könne eine Ent-Globalisierung ins Rollen kommen, vermutet der Atlantic Council, eine Denkfabrik mit Sitz in Washington. "Kann 3D-Druck die Welt verändern?", fragen die Forscher in einem Strategiepapier. Güter könnten auf Nachfrage und direkt beim Verbraucher hergestellt werden und so die Abhängigkeit globaler Märkte lockern oder gar auflösen. Nicht Produkte, sondern unzählige digitale Designs würden dann um den Erdball reisen und überall dort zu Gegenständen werden, wo ein passender Drucker angeschlossen ist.

Raue und ungenaue Oberflächen

"Additive Manufacturing könnte so weitreichende Folgen für die Welt der Hersteller haben wie PC und Internet für die Welt der Informationen", heißt es aus Washington. Die oft in Billiglohn-Länder ausgelagerte Produktion könne dank sinkender Kosten in die USA zurückkehren. Und Deutschland, vermutet der Atlantic Council, könnte seinen Platz als Export-Weltmeister einbüßen. Bis die Technik den Massenmarkt erobert, können allerdings noch zehn Jahre vergehen, schätzen Analysten der Marktforschungsfirma Gartner.

Die Hacker aus Bochum haben mittlerweile längst auch noch andere Dinge als Geschirrspüler-Rädchen gedruckt, darunter einen "Datenkrake" genannten Octopus, der umherfliegende USB-Sticks festhält. Viele von ihnen klagen noch über rauhe und ungenaue Oberflächen. Laurenz Holthoff, Mitglied des Vereins, hat trotzdem schon den nächsten Druckauftrag im Kopf: Mit dem Logo des Chaos Computer Clubs will er ein Schachbrett bauen - dann fehlen ihm nur noch die Schachfiguren.

Christian Wolf / dpa
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