Anzeige:

Sonntag, 30.09.2012 18:01

Studie: Städte nutzen E-Government nur unzureichend

aus dem Bereich Sonstiges

Den neuen Wohnsitz online anmelden oder im Internet das Fundbüro aufsuchen - was in der einen Stadt möglich ist, ist in der anderen noch Zukunftsmusik. Eine Studie zeigt große Unterschiede im kommunalen E-Government auf.

Anzeige

E-Government wird nur unzureichend genutzt

Die Vorteile der Internet-Nutzung in der öffentlichen Verwaltung werden von zahlreichen Kommunen nur unzureichend genutzt. Eine am Mittwoch veröffentlichte Untersuchung des Unternehmensberaters McKinsey in 200 Städten und Gemeinden ergab erhebliche Unterschiede in der Qualität der für die Bürger bereitgestellten Online-Angebote, etwa um bestimmte Amtsgeschäfte am heimischen Computer zu erledigen. Dieses Ergebnis zeige, dass es beim sogenannten E-Government ein einheitliches und gemeinsames Vorgehen im Bund oder zumindest auf Landesebene geben müsse, erklärte McKinsey-Beraterin Katrin Suder.

Der im Internet gebotene Bürgerservice ist der Studie zufolge erwartungsgemäß in Großstädten umfangreicher als in kleineren Kommunen. Doch bei allen Gemeindegrößen gibt es einige Vorreiter im E-Government, ein mehr oder weniger breites Mittelfeld und etliche "Nachzügler". Von den Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern erhielten Berlin, Hamburg, Nürnberg, Bonn und Düsseldorf die besten Noten. München, Köln, Frankfurt und Stuttgart schnitten bereits deutlich schwächer ab. Erheblicher Nachholbedarf wurde unter anderem für Bremen, Duisburg, Magdeburg, Potsdam und Darmstadt festgestellt.

Saarland, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg schnitten am besten ab

Für die Studie wurde untersucht, inwieweit acht typische Vorgänge im Austausch zwischen Bürgern und Verwaltung online erledigt werden können. Dabei ging es unter anderem darum, einen neuen Wohnsitz anzumelden, einen Hund für die Steuer zu registrieren, eine Geburtsurkunde zu beantragen oder etwas im Fundbüro zu suchen. Als Vorreiter wurden nur 2,5 Prozent der Großstädte, 1,5 Prozent der mittelgroßen und 1,0 Prozent der kleinen Gemeinden eingestuft. Umgekehrt steigt der Anteil der "Nachzügler" mit abnehmender Größenklassen von 7,0 über 19,5 auf 42,0 Prozent. Nach Flächenländern betrachtet, schnitten die Gemeinden im Saarland, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg am besten ab. Schlusslichter sind Sachsen-Anhalt, Thüringen und ganz am Ende Mecklenburg-Vorpommern.

Zu den Ergebnissen der ohne einen externen Auftraggeber erstellten Studie sagte Mc-Kinsey-Berater Sebastian Muschter, es lohne sich für jede Kommune, ihre Website so nutzerfreundlich und optisch ansprechend wie möglich aufzubauen. Dabei müsse das Rad nicht immer wieder neu erfunden werden. So spreche nichts dagegen, gute und erfolgreiche Formate von anderen Kommunen zu übernehmen. Als weitere Möglichkeit verwies Suder auch auf Social-Media-Angebote, die in einer Gemeinde alle Gruppen und Menschen verbinden könnten, "die konkret etwas bewirken möchten".

Auf neue Möglichkeiten digitaler Bürgerbeteiligung jenseits der gängigen Verwaltungsabläufe hoffen die Aktivisten der "Open-Data"-Bewegung, die einen freien Zugang zu öffentlichen Daten der Verwaltung anstreben. McKinsey-Experte Muschter erklärte dazu der Nachrichtenagentur dpa: "Heute sitzen die Kommunen auf regelrechten "Datenschätzen", die bereits öffentlich sind - Katasterauszüge, Gewerbeanmeldungen, Auftragsvergaben, Umweltmesswerte, Bauanträge, Arbeitsmarktstatistiken, klassenweise Schulnoten usw. Würden diese Angebote den Bürgern wieder elektronisch zur Verfügung gestellt, könnten die Bürger selbst innovative Verknüpfungen ziehen."

Jörg Schamberg / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
Weitere Meldungen zum Thema:
Deutschland bei Digialisierung nur auf Platz 16
Infoseiten zum Thema:
onlinekosten.de Community
 Suche

  News
Mittwoch, 01.10.2014
DSL-Tarife im Oktober: DSL und VDSL zum Sparpreis - Aktionen im Überblick
Streit mit Verlagen: Google News zeigt künftig nur noch Überschriften ohne Textvorschau
1&1 All-Net-Flat günstiger: Rotstift im Oktober für zwölf Monate
Computerspiel "Tetris" soll als Actionfilm auf die Kinoleinwand kommen
Glanzloses Börsendebüt von Zalando: Statt fetter Kursgewinne Models und Konfetti
Aldi Süd verkauft Multimode-Notebook für 399 Euro
Neues Mittelklasse-Smartphone LG F60: Solide, aber unspektakulär
Tele2: Zwölf Monate 10 Prozent Rabatt auf Allnet-Flat
Bundesnetzagentur äußert sich zu Routerzwang
Nokia 130 kommt für 29 Euro in den Handel
Telefonica Deutschland schließt Übernahme von E-Plus ab
Microsoft gibt erste Ausblicke auf Windows 10: Die Neuerungen im Überblick
Dienstag, 30.09.2014
Windows 10: Microsoft kündigt nächste Windows-Version an
Premiere: Fortsetzung von "Tiger & Dragon" startet gleichzeitig im Kino und bei Netflix
Ministerpräsident Kretschmann fordert vom Bund mehr Geld für Breitbandausbau
Weitere News
Mobiles Internet
Mobiles Internet via UMTS bietet schnellen Surfspaß für unterwegs.
Selbst ohne WLAN schnell mobil surfen oder Internet TV auf dem Handy genießen.
UMTS hält in jedem Speed Test problemlos mit.
Server
Server gibt es für fast jede Aufgabe: Mailserver mit POP3 für E-Mails, SQL Server für Datenbanken oder FTP Server für den Dateitransfer.
Auch das Betriebssystem ist variabel - ob Windows Server oder Linux Server: Sie haben die Wahl.
Auf ihrem Dedicated Server bestimmen Sie als Administrator ganz allein.
VDSL Verfügbarkeit
VDSL Neukunden profitieren von Startguthaben und kostenloser Hardware wie einem Router oder einem Mediacenter.
Jetzt die Telekom VDSL Verfügbarkeit an ihrem Ort prüfen, nach Vodafone VDSL suchen oder die 1und1 VDSL Verfügbarkeit klären.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs