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Montag, 01.10.2012 07:31

Windows 8 auf einem Touch-Notebook installiert: Wiederbelebung für alte Convertibles?

aus dem Bereich Computer

Den Touchscreen nutzten wir zudem mit der Mal-App "Paint 4 Kids" und dem einfachen Spiel "Bubblestar" aus dem Windows Store aus, wobei uns auch hier keine Nachteile durch die 2-Punkt-Technik entstanden und die Empfindlichkeit überzeugte. Bei den vom Rand ausgehend auszuführenden Touch-Gesten erwies sich der flache Rahmen des Aspire 1825 PTZ als angenehm. Eine zu hohe Kante könnte hier eventuell nerven. Auch ist nicht gesagt, dass die Berührungen auf jedem Touch-Gerät gleich gut interpretiert werden, auch wenn Microsoft für viele eventuelle Verständigungsschwierigkeiten Lösungen eingebaut hat.

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Bruch zwischen Windows-8-UI und Desktop

Doch so gelungen die Touch-freundliche Windows-8-Oberfläche auch ist, so hart ist der Bruch zum Desktop-Look. Wer im Kachel-Modus einen externen Datenträger wie eine Speicherkarte oder einen USB-Stick anschließt, wird zurück zum Desktop-Modus geworfen. Das irritiert anfangs und es drängt sich die Frage auf, warum die Redmonder an dieser Stelle keine hübsche Kachel für den Datenzugriff anbieten. Allerdings ist die Vorgehensweise nur konsequent: Das Windows-8-UI ist nunmal auf die Cloud getrimmt und der bodenständige Datenstick gehört offensichtlich in die frühere Windows-Welt. Nach dem Kopieren auf die Festplatte können die Daten von der Kacheloptik aus auffindbar gemacht werden, indem sie in die Bibliothek geschoben werden. Dann erscheinen sie in den jeweiligen Kacheln, zum Beispiel Fotos, die sich dank der Live-Kachel-Funktion schon auf dem Startbildschirm im Miniaturformat wie in einer Diashow abwechseln.

Windows 8 - Metro Oberfläche
Hübsch: Unter der Windows-8-Oberfläche öffnen sich Anwendungen bildschirmfüllend, gescrollt wird seitlich. Die Charm-Leiste ist jederzeit einblendbar, wobei sich die Optionen an die jeweils geöffnete App anpassen. Screenshot: onlinekosten.de

Ab Werk nur im Kachel-Modus: SkyDrive und Teilen

Programme, die unter der Desktop-Ansicht installiert wurden, finden sich in der Windows-8-Oberfläche unter dem Punkt Alle Apps. Klickt man sie an, öffnen sie sich im Desktop-Modus. Um Daten zwischen verschiedenen Geräten auszutauschen oder von PC, Laptop und Windows-Smartphone auf einen gemeinsamen Speicherort zugreifen zu können, lässt sich Microsofts SkyDrive nutzen. Zum Beispiel um Inhalte aus der Bibliothek über die Charm-Leiste und den Punkt Teilen in die Cloud hochzuladen - aber nur im Windows-8-Modus. Wer die gleiche Aktion in der Desktop-Ansicht ausführen möchte, erhält eine Absage. Alternativ kann das gewünschte Dokument manuell im SkyDrive abgelegt werden, was im Prinzip funktioniert wie bei Dropbox. Microsoft hat seine Cloud aber im Auslieferungszustand noch nicht im Desktop verankert, was daher per Installation aus den Windows-Live-Anwendungen von Hand nachgeholt werden muss. Gut für diejenigen, die der Cloud-Thematik nichts abgewinnen können; umständlich für andere, die sich darauf einlassen möchten und ein konsistentes Bild zwischen Touch- und Desktop-Modus wünschen.

Je nach Anwendung wechselt Windows hin und her

Auch an anderer Stelle ergeben sich Ungereimtheiten: Dass PDF-Dokumente im gekachelten Fenster von Haus aus unterstützt werden, ist absolut zu begrüßen. Doch öffnen sich die Dokumente immer im Kachelbereich, auch wenn sie vom Desktop aus angeklickt werden. Um das zu ändern, muss ein PDF-Reader installiert werden. Natürlich stellt das kein Problem dar, zeigt aber, dass das Betriebssystem immer wieder zwischen seinen zwei Oberflächen umswitchen muss. Der Nutzer muss sich daher entscheiden, ob er sich daran gewöhnt oder im Nachhinein entsprechende Funktionen umstellt beziehungsweise Programme hinzufügt, um den Ablauf an seine Gewohnheiten anzupassen.

Split-Screen als Brücke vom Desktop zur Kachel

Um Apps aus beiden Oberflächen nebeneinander anzuzeigen, muss lediglich der Mauszeiger in der Windows-8-Anzeige an den oberen Display-Rand bewegt werden, bis sich der Cursor in eine Hand verwandelt. Dann kann das App-Fenster entsprechend verkleinert und an die gewünschte Stelle gezogen werden.

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