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Montag, 01.10.2012 07:31

Windows 8 auf einem Touch-Notebook installiert: Wiederbelebung für alte Convertibles?

aus dem Bereich Computer
Von Saskia Brintrup

Windows-7 via Touch-Steuerung bedienen – das kann man machen, muss man aber nicht. Es macht schlichtweg keinen Spaß, da sind sich wohl die meisten Nutzer einig. Mit Windows 8 soll alles anders werden und so wurden auf der IFA Ende August zahlreiche Touchscreen-PCs, neue Tablets und Convertible-Laptops vorgestellt. Letztere gab es auch schon zu Zeiten von Windows 7; kann ihnen das neue Betriebssystem zu neuem Glanz verhelfen? Das wollten wir wissen und nachdem wir Windows 8 bereits auf einem Laptop ohne Touchscreen getestet haben, folgen nun unsere Erfahrungen inklusive berührungsempfindlichen Display: Testkandidat ist ein Acer Aspire 1825PTZ, ein Subnotebook mit 11,6-Zoll-Bildschirm.

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Windows-8-Behandlung für das Aspire 1825PTZ

Das Convertible-Gerät versammelt im Innern einen Intel Dual-Core-Prozessor Typ Pentium SU4100 mit 1,3 Gigahertz, 4 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher und eine 320-GB-Festplatte. Die Bildschirmauflösung liegt bei 1.366x768 Bildpunkten - schön für HD-Filme, schlecht für die Touch-Bedienung unter Windows 7: Symbole und Schaltflächen sind oftmals zu klein, um sie anständig mit dem Finger zu treffen. Und genau so soll das Display aber angesteuert werden, ein Stift liegt dem Gerät nicht bei. Windows 8 und seine Kachel-Oberfläche sollen es nun richten.

Die Installation verlief in unserem Test problemlos und die Hardware-Komponenten wurden größtenteils sofort erkannt. Das heißt, der Touchscreen funktionierte auf Anhieb, das Touchpad aber nur rudimentär. Es wollte lediglich navieren, aber weder Gesten noch ein Antippen als einen Mausklick interpretieren. Auch der Kartenleser und der Lagesensor ließen sich nicht verwenden. Nachdem die Windows-7-Treiber von der Acer Support-Website installiert wurden, arbeiteten Touchpad und Kartenleser anstandslos, der Lagesensor mag aber nach wie vor nur Windows 7, sodass das Bild nun nicht mehr mitdreht. Da der Laptop mit einem Gewicht von 1,72 Kilogramm ohnehin so gut wie nie hochkant als Tablet im Einsatz war, ist das kein Beinbruch.

Windows 8 auf dem Acer Aspire 1825PTZ
Windows 8 auf dem Acer Aspire 1825PTZ - ein Windows-7-Convertible blüht auf. Bilder: onlinekosten.de

Der Touchscreen wird sofort erkannt - und blüht richtig auf

Hin oder her, unser Test-Notebook mit HDD ist gewiss keine Rennmaschine und trotzdem können wir uns über einen zügigen Start von Windows 8 freuen, während Windows 7 auf dem Aspire je nach Gemütslage eine halbe bis eine ganze Minute verstreichen lässt. Wie im Windows 8 Erfahrungsbericht geschildert, nimmt Microsoft den Nutzer beim Erstkontakt an die Hand und zeigt ihm die neuen Gesten, die zu erlernen sind, und das ist auch gut so. Windows-8-Tablets müssen den Anforderungen von Microsoft entsprechend zwangsläufig Gesten mit fünf Fingern interpretieren können. Für die wichtigsten Gesten reichen aber zwei Finger aus, wie der Hersteller in einem Blog-Beitrag ausführt. So erfüllt unser Test-Laptop mit Zwei-Punkt-Touchscreen nur das Minimum und kann daher nicht für dem kompletten Funktionsumfang zur Verfügung stehen.

Windows 8 Touch-Gesten
Die 2-Finger-Gesten von Windows 8. Bild: Microsoft

Windows ist endlich mit dem Finger bedienbar

Doch unterm Strich reichen auch die Zweifingergesten, um seine Freude am Windows-8-Look, ehemals "Metro", zu haben. Die seitlichen Wischgesten, das Auswählen oder Verschieben von Kacheln und Drehen von Bildern lässt sich mit dem Aspire 1825PTZ fehlerfrei verrichten. Nachrichten im Vollbildmodus zu lesen und mit dem Finger auf dem Display seitwärts weiter zu scrollen – das erinnert an Apps wie Flipboard oder Google+ auf Android 4.1 Jelly Bean. Mit dem hakeligen und oftmals fehlerhaften Navigieren per Finger unter Windows 7 hat das rein gar nichts mehr gemeinsam. Für Touchscreens optimiert hat Microsoft auch den Internet Explorer, der in Version 10 in zwei Ausgaben erscheint. Ob nun der Kachel-Browser im Vollbildmodus mit großen Bedien-Buttons oder aber die vollständige Desktop-Version starten soll, kann der Anwender in den Einstellungen festlegen. Anzumerken ist, dass der IE 10 im Kachel-Stil nicht mit allen Flash-Webseiten harmonisiert und auch kein entsprechendes Plug-in installiert werden kann. Ein Besuch bei mcdonalds.de oder anderen nicht unterstützten Seiten endet daher mit einer Fehlermeldung, dann muss auf den Desktop-IE zurückgegriffen werden. Mehr dazu beschreibt Microsoft in einem Blog-Artikel über die IE 10 Platform Preview.

Internet Explorer 10 unter Windows 8 Metro
Onlinekosten.de auf dem Internet Explorer 10 in der Kachel-Ansicht (früher "Metro"). Oben: weitere Tabs.
Screenshot: onlinekosten.de

Für Nachrichten greift Microsoft auf Bing-News zurück, weitere Quellen und Anwendungen stehen im Windows Store - kostenpflichtig oder kostenlos - zum Download bereit. Wir haben unter anderem eBay, "Wikipedia" und "iCookbook" ausprobiert. Das seitliche Blättern zieht sich durch und wird von Microsoft beispielsweise auch für das neue Office 2013 verwendet. Die jederzeit über die Charm-Leiste einblendbare Suche kann dann auch auf das Auktionshaus oder das Online-Lexikon beschränkt werden, ansonsten durchsucht sie je nach Bedarf Apps, Windows-Einstellungen, Dokumente oder Mails. Erst nach einem Neustart laufen wollte bei uns die Übersetzungs-App "Leo", die aber auch noch als "Testversion" gekennzeichnet ist.

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