Anzeige:
Dienstag, 25.09.2012 13:31

Foxconn-Werk nach Massenschlägerei wieder in Betrieb

aus dem Bereich Sonstiges

Nach der schweren Schlägerei mit 40 Verletzten hat ein kurzfristig geschlossenes Foxconn-Werk in China schnell wieder die Arbeit aufgenommen. Die Arbeiter sollen den Ausfall jetzt mit Überstunden nachholen.

Anzeige

Ausfall soll mit Überstunden aufgeholt werden

Das wegen schwerer Krawalle geschlossene Werk des Apple-Auftragsfertigers Foxconn läuft nach einem Tag wieder. Foxconn erwarte nur geringe Folgen für die Produktion, der eintägige Ausfall könne mit Überstunden wieder aufgeholt werden, sagte ein Sprecher der Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag.

Die Fabrik im chinesischen Taiyuan war gestoppt worden, nachdem sich rund 2.000 Arbeiter am Sonntagabend an einer Massenschlägerei beteiligten, bei der rund 40 Verletzte krankenhausreif geprügelt wurden. Laut Berichten in chinesischen Onlinemedien hatte sich die Auseinandersetzung am Streit mit einem Aufseher entzündet. Danach hätten mehrere Angestellte von Foxconn einen Arbeiter verprügel, hieß es in unbestätigten Mitteilungen im Online-Dienst Weibo. Ein Foxconn-Sprecher sagte, es habe sich um einen persönlichen Streit unter den Arbeitern gehandelt.

Das Werk mit knapp 80.000 Mitarbeitern ist nach einem Bericht der chinesischen Computerzeitung "Diannaobao" auch Teil der Produktionskette für das iPhone 5 - was das Unternehmen auf Anfrage aber nicht bestätigte. Ein Foxconn-Sprecher sagte Bloomberg, die Fabrik produziere Bauteile, Verbraucherelektronik, Autotechnik und erledige Pressarbeiten.

5.000 Polizisten im Einsatz

Um die Ausschreitungen in Taiyuan unter Kontrolle zu bringen, wurden 5.000 Polizisten mobilisiert. Bei den Krawallen wurden unter anderem ein Wachhäuschen umgekippt und Polizeiwagen demoliert. Erst Montagmorgen wurde die Ordnung wiederhergestellt, mehrere Arbeiter wurden festgenommen.

Foxconn aus Taiwan ist für die Fertigung von Apple-Produkten bekannt, produziert aber auch für andere große Computerfirmen wie Dell, Hewlett-Packard und Sony. Wegen des erfolgreichen Verkaufsstarts des neuen iPhone 5 soll bei Foxconn ein massiver Produktionsdruck herrschen, hieß es in Branchenberichten. Apple hatte am ersten Wochenende mehr als fünf Millionen Geräte des neuen iPhone-Modells verkauft - das war ein neuen Rekord, wenn auch weniger, als einige Analysten erwartet hatten.

Foxconn beschäftigt in China mehr als eine Million Mitarbeiter. Wegen der Arbeitsbedingungen und eines rigiden Managementstils war Foxconn in den vergangenen zwei Jahren wiederholt in die Kritik gekommen. Eine von Apple selbst eingeleitete unabhängige Inspektion hatte im März zahlreiche Missstände bei Foxconn aufgedeckt. Bemängelt wurden unter anderem viel zu lange Arbeitszeiten von teilweise mehr als 60 Stunden pro Woche und mangelhafte Sicherheits- und Gesundheitsbedingungen. Apple und Foxconn hatten danach eine deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen zugesagt. Löhne wurden erhöht, Arbeitszeiten verkürzt. Die Verkürzung der Arbeitszeiten wurde jedoch Berichten zufolge von etlichen Foxconn-Angestellten kritisiert, weil damit Lohnaufschläge wegfielen.

Jörg Schamberg / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Mittwoch, 01.04.2015
Illegale Schnäppchen - Bahn kämpft gegen Fahrkarten-Betrug
Baden-Württemberg: Kein Geld mehr für langsame Internetzugänge
Gmail für Android erhält Unified Inbox
"Free your Data": Bürger sollen Kontrolle über Daten zurückbekommen
Musik-Dienst "Tidal": Neustart mit Superstars und neuem Konzept
Dienstag, 31.03.2015
Microsoft stellt Surface 3 vor: Ab 7. Mai ab 599 Euro erhältlich
Huawei: 33 Prozent mehr Gewinn - Deutschland beliebter Partner
Dialog statt Randale: Samsung und LG wollen Rechtsstreit beenden
Facebook zieht in neue Zentrale ein: Größter offener Büroraum der Welt
Kabel Deutschland erweitert WLAN-Netz: Über 750.000 Hotspots
Apple recycelt Android-Handys - iPhone dadurch günstiger
WhatsApp: Telefon-Funktion für alle Android-Nutzer freigeschaltet
Pebble Time: 20 Millionen Dollar eingesammelt - Gravuren als Dankeschön
o2 und E-Plus: National Roaming vorzeitig gestartet
Vernetzte Geräte: IBM pusht Internet der Dinge mit drei Milliarden Dollar
Weitere News
Mobilfunk Discounter
Inzwischen ist das Angebot an günstigen Mobilfunk-Tarifen sehr unübersichtlich.
Neben Billigmarken der großen Provider wie Simyo oder Fonic gibt es zahlreiche unbekanntere Discounter mit günstigen Preisen.
Eine Übersicht bietet unser Prepaid-Vergleich.
DSL Anschluss
DSL 2000 für Einsteiger, DSL 6000 für Normalsurfer oder DSL 16000 für Internetprofis.
Welcher Internetanschluss von welchem Internet Provider ist geeignet?
Der DSL Anbieter Vergleich zeigt: Die Auswahl ist groß
© 1999-2015 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs