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Freitag, 21.09.2012 19:23

Facebook stoppt Gesichtserkennung in Europa

aus dem Bereich Sonstiges

Die Gesichtserkennung bei Facebook hat die deutschen Datenschützer auf die Barrikaden getrieben - jetzt lenkt das weltgrößte Online-Netzwerk ein. Die Funktion wurde in Europa deaktiviert. Wie und wann sie wieder eingeführt werden könnte, ist unklar.

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Kein Zeitrahmen für Wiedereinführung

Facebook stoppt nach Kritik von Datenschützern die umstrittene Gesichtserkennungs-Funktion in Europa. Das Online-Netzwerk erklärte sich bereit, bis zum 15. Oktober alle bisher dafür erstellten Nutzerprofile zu löschen, wie die irische Datenschützbehörde am Freitag mitteilte. Die Funktion sei bereits für alle neuen Nutzer in der Europäischen Union abgeschaltet gewesen und werde jetzt komplett auf Eis gelegt. "Wir glauben weiter, dass man Gesichtserkennung in Europa legal anbieten kann", betonte danach Facebook-Europachef Richard Allan im Gespräch mit der dpa. Er nannte keinen Zeitrahmen, wann die Funktion wieder eingeführt werden könnte.

Die automatische Gesichtserkennung soll nach der Vorstellung von Facebook den Nutzern helfen, ihre Freunde in Fotos zu finden und zu markieren. Dabei werden die Bilder von einer Software analysiert und dem Nutzer werden Namen seiner Bekannten vorgeschlagen.

Datenschützer kritisierten hohes Missbrauchspotenzial

Unter anderem der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar hatte kritisiert, eine Datenbank mit dem "Gesichtsabdruck" von Millionen Mitgliedern habe ein immenses Risiko- und Missbrauchspotenzial. So forderte er, dass Nutzer ausdrücklich um ihre Zustimmung zur Freischaltung der Funktion gefragt werden müssten. Als Facebook im Juni 2011 die Gesichtserkennung in Deutschland einführte, war sie standardmäßig eingeschaltet und musste erst in den Einstellungen abgewählt werden.

Facebook hatte in den vergangenen Monaten immer wieder betont, die Fotomarkierungs-Funktion sei aus Sicht des Netzwerks vollkommen konform mit den europäischen Datenschutzbestimmungen. Die irischen Datenschutzbehörde verlangte aber nach Konsultationen mit ihren Kollegen in anderen Ländern Änderungen an dem Verfahren. "Die irischen Datenschützer haben betont, dass sie nicht glauben, dass wir etwas illegales getan haben", schränkte Facebook-Europachef Allan ein. Zugleich hätten sie aber mit Nachdruck ein Verfahren empfohlen, bei dem Nutzer der Funktion zustimmen müssen. Facebook habe sich daher für einen kompletten Neustart mit der Löschung aller bisheriger Gesichtsmuster entschieden, um für klare Verhältnisse zu sorgen.

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