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Mittwoch, 19.09.2012 18:46

Call by Call: Netzagentur verbietet 01063 die Rechnungsstellung

aus dem Bereich Sonstiges

Wegen fehlender und fehlerhafter Preisansage geht die Bundesnetzagentur gegen den Betreiber des Call-by-Call-Dienstes mit der Vorwahl 01063 vor. Für den Zeitraum vom 1. August 2012 bis zum 11. September 2012 dürften den Verbrauchern Gespräche über diese Betreiberkennzahl nicht in Rechnung gestellt werden, teilte die Bundesnetzagentur am Mittwoch mit.

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Forderungen dürfen nicht eingezogen werden

Die Forderungen dürften auch nicht mehr eingezogen werden. Wer schon gezahlt habe, könne mit Hilfe der Verbraucherzentralen oder eines Rechtsanwalts versuchen, das Geld zurückzufordern, so die Netzagentur. Von dem Betreiber, der TelDaFax Communications GmbH, war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

In ihrer Begründung erklärte die Behörde, dass Testanrufe Mängel offenbart hätten. Seit 1. August 2012 müssten Anbieter von Call-by-Call-Diensten den Bruttopreis ansagen, den dieser Dienst koste. Die Preisansage und mindestens drei weitere Sekunden dürften daher nicht berechnet werden. Gleichzeitig müsse darauf hingewiesen werden, ab wann das Gespräch kostenpflichtig sei. Dadurch werde sichergestellt, dass Verbraucher ausreichend Zeit bleibt, um zu entscheiden, ob sie einen Dienst zu den genannten Konditionen in Anspruch nehmen wollen.

"Der Gesetzgeber hat die Preistransparenz zum Schutze des Verbrauchers eingeführt", erklärte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann. "Wir greifen hart durch, um den Verbraucher zu schützen und zu verhindern, dass der Wettbewerb durch Rechtsbruch verzerrt wird", unterstrich der Behördenchef.

Christian Wolf / dpa
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