Anzeige:

Mittwoch, 19.09.2012 17:46

Browser-Streit: Microsoft droht Millionenstrafe

aus den Bereichen Computer, Sonstiges

Microsoft hat gegen eine Auflage der EU-Kommission verstoßen, Windows-Nutzern eine Auswahl von anderen Web-Browsern anzubieten. Der Fehler wurde von Microsoft eingeräumt. Jetzt will Brüssel das Verfahren schnell zum Abschluss bringen.

Anzeige

Microsoft nennt Versäumnis technischen Fehler

Die EU-Kommission forciert nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg ihr Verfahren gegen Microsoft, weil der Software-Konzern gegen eine zentrale Auflage in einem früheren Verfahren verstoßen hat. Dabei geht es um die 2009 festgelegte Verpflichtung, den Nutzern des PC-Betriebssystems Windows eine Auswahl von alternativen Web-Browsern anzubieten. Microsoft hat das Versäumnis als einen technischen Fehler bezeichnet.

EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia hat deswegen im Juli ein weiteres Kartellverfahren gegen Microsoft eingeleitet. Auslöser dafür war die Beschwerde von Konkurrenten. Microsoft hatte sich damals für das Versäumnis entschuldigt und angeboten, die bis 2014 gültige Auflage zur Wahlfreiheit zwischen unterschiedlichen Browsern um 15 Monate zu verlängern. Jetzt werde eine schriftliche Feststellung des Fehlverhaltens vorbereitet, meldete Bloomberg unter Berufung auf Personen, die mit dem Stand des Verfahrens vertraut sind. In Brüssel hieß es, die EU-Kommission äußere sich nicht zu dem laufenden Verfahren.

Strafe von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes möglich

Microsoft droht eine Strafe bis zu zehn Prozent eines Jahresumsatzes. Aus der Wettbewerbsbehörde verlautete im Juli, dass die EU auf einer Geldbuße bestehe, um ein Zeichen zu setzen. Microsoft ist in früheren Kartellverfahren bereits zu Geldstrafen von 1,68 Milliarden Euro verurteilt worden. Zuletzt bestätigte das EU-Gericht in Luxemburg im Juni ein Bußgeld wegen zu hoher Lizenzgebühren für technische Informationen zum Betriebssystem Windows, reduzierte dieses aber auf 860 Millionen Euro.

Probleme gibt es auch bei der Sicherheit des Microsoft-Browsers. Wegen einer potenziell gefährlichen Sicherheitslücke warnte auch das IT-Sicherheitsunternehmen F-Secure vor der Benutzung des Internet-Explorers. "Wir wissen, dass diese Sicherheitslücke schon von Kriminellen ausgenutzt wurde", sagte Mikko Hyppönen, Forschungschef von F-Secure. Am Dienstag hatte bereits das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor der Nutzung des Microsoft-Browsers gewarnt. Betroffen ist die aktuelle Version 9 und deren Vorgänger. Der neue Internet Explorer 10, der Ende Oktober mit dem Betriebssystem Windows 8 herauskommt, kennt das Problem nicht. Microsoft hat Tipps für eine Sicherung veröffentlicht, ein Patch zum Schließen der Lücke im Internet Explorer will das Unternehmen so schnell wie möglich bereitstellen.

Jörg Schamberg / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Dienstag, 22.07.2014
Nvidia Shield Tablet: Spiele-Tablet mit Gamepad
Xiaomi: Mi4 angeblich schnellstes Smartphone der Welt - Fitnessband für knapp 10 Euro
Betrugsfälle an Geldautomaten: Weiterhin Millionenschaden durch Skimming
Microsofts Nokia-Deal: Finnland fühlt sich betrogen
Yahoo kauft Spezialisten für Smartphone-Werbung
Crash-Tarife: Smartphone-Flat "AllNet Starter" im Vodafone-Netz für 1,95 Euro
Google nur mit Schneckentempo im Telekom-Netz (Update: Stellungnahme der Telekom)
Facebook "Speichern": Texte, Lieder, Videos und Orte speichern und später aufrufen
Apple lässt 70-80 Millionen iPhone 6 produzieren - bis zu 5,5 Zoll großes Display
Medion Akoya E1232T: 10,1-Zoll-Notebook für 299 Euro bei Aldi Nord
Online-Videothek Netflix: Deutschlandstart im September
Groupon bringt verbesserte Website auch nach Deutschland - effizientere Suche
Montag, 21.07.2014
Aldi Nord: Dual SIM-Smartphone LG Optimus L5 zum Schnäppchenpreis
Dota 2 Gaming-Turnier: Computerspielern winkt höhere Prämie als Fußball-Weltmeistern
Mobiltelefone überholen in China PCs als wichtigsten Weg ins Internet
Weitere News
Turbo Internet
DSL 16000 ist im Vergleich zu DSL 1000 oder DSL 2000 zwar schnell.
Mit VDSL geht es noch viel schneller: DSL 25000 und DSL 50000 brechen alle Rekorde im DSL Test.
Aber auch Internet über Kabel kann da mithalten.
DSL Anschluss
DSL 2000 für Einsteiger, DSL 6000 für Normalsurfer oder DSL 16000 für Internetprofis.
Welcher Internetanschluss von welchem Internet Provider ist geeignet?
Der DSL Anbieter Vergleich zeigt: Die Auswahl ist groß
Root Server
Mit einem Root Server haben Sie vollen Zugriff und richten ihren Dedicated Server komplett selbst ein.
Einfach einen Apache Server oder einen Webserver mit Windows Server 2003 erstellen - sie haben freie Hand.
Auch vServer sind kein Problem. Mit Plesk oder Confixx ist die Konfiguration schnell erledigt.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs