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Mittwoch, 19.09.2012 13:01

Dell: Job-Ultrabook & Tablet mit Wechsel-Akku

aus dem Bereich Computer
Von Saskia Brintrup

Dell hat inzwischen drei Ultrabooks auf den Markt gebracht, ein ausgewiesenes Business-Modell war bislang nicht dabei. Stattdessen konzentrierte sich der Hersteller aus Texas auf die Notebook-Serien XPS und Inspiron und startete nacheinander das Dell XPS 13 (Test), das mit entsprechender Windows-7-Version auch Geschäftskunden angeboten wird, das größere XPS 14 mit höherer Bildschirmauflösung und das Dell Inspiron 14z zum günstigeren Preis für eine junge Zielgruppe. Ein entspiegeltes Display bietet keines der Geräte. Das und weitere für den Geschäftsalltag relevante Features holt nun das Latitude 6430u auf die Bildfläche. Dell stellte das Ultrabook gemeinsam mit Intel in München vor, zusammen mit dem neuen Windows-Tablet Latitude 10 in drei Versionen und einem All-in-One-PC mit Touchscreen. Wir konnten Produktmuster begutachten und stellen die Neuigkeiten im Detail vor.

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Ultrabook: Dell Latitude 6430u

Für das Business-Umfeld machte Dell deutlich, nicht auf Kosten von Langlebigkeit und Verwaltbarkeit das dünnste und leichteste Ultrabook entwickeln zu wollen. Als einen der Vorteile, die daraus entstehen, stellt der Anbieter den Tastenanschlag von 1,2 Millimeter (mm) beim neuen, rund 338x230x21 mm großen Latitude 6430u heraus, der angenehmes Schreiben ermöglichen soll. Auf einem Vorseriengerät konnten wir das kurz ausprobieren und zumindest feststellen, dass die Tasten in der Tat merklich tiefer versenkbar sind als bei besonders flachen Ultrabooks wie dem ersten Asus Zenbook. Die Tastatur ist beleuchtet und beherbergt mittig wie ein ThinkPad einen kleinen Knopf, um den Mauszeiger zu steuern. Daher ist zusätzlich zu den Maustasten des Touchpads, das im Übrigen nicht so großzügigen Platz für Fingergesten bietet wie andere, ein zweites Set Klicktasten vorhanden.

Dell OptiPlex, Latitude Ultrabook und Latitude Tablet
In München stellte Dell den OptiPlex 9010 mit Touchscreen, sein erstes Business-Ultrabook und ein neues Windows-Tablet vor - und brachte Vorserienmuster mit.
Bild: onlinekosten.de

Die Displaygröße beträgt 14 Zoll, was Dell zufolge das beliebteste Format ist. Der Bildschirm ist entspiegelt, löst in HD mit 1.366x768 Pixeln auf und ließ sich bei dem gezeigten Gerät fast um 180 Grad nach hinten klappen. Das Gehäuse, in das Dell die Statusleuchten untergebracht hat, besteht aus einer Magnesiumlegierung und verspricht Stabilität: Laut Michael Müller von Dell wird das Latitude 6430u das einzige Ultrabook am Markt sein, das einem bestimmten Militärstandard entspricht, für den zum Beispiel Falltests überstanden werden müssen. Das ist auch mit ein Grund dafür, dass das Gerät ausschließlich mit SSD-Speicher bestückt geliefert wird, wahlweise 128 oder 256 Gigabyte (GB). Hybrid-Lösungen wird es nicht geben. Zur Absicherung der Daten ist auf Wunsch und gegen Aufpreis eine Verschlüsselungssoftware mit an Bord. Innen wie außen ist der Laptop in schwarz gehalten, eine gummierte Oberfläche hält Fingerabdrücke fern. Die Prozessorbandbreite erstreckt sich vom Intel Core i3 bis hin zum Core i7-3667U mit 2,0 Gigahertz (GHz) Standardtakt und TurboBoost für bis zu 3,2 GHz. Alle Ausgaben greifen auf die integrierte Intel HD 4000 Grafik zurück, die zwei Speicherbänke werden von 2-, 4- oder 8-GB-Riegeln DDR3-Speicher belegt.

Dell Latitude 6430u Ultrabook
Das Latitude 6430u kombiniert mehrere Eingabemethoden und eine Tastaturbeleuchtung. Bilder: onlinekosten.de

Mit 3- oder 6-Zellen-Akku, WiGig-Dock folgt

Mit Schnittstellen ist das Latitude 6430u für Ultrabook-Verhältnisse recht üppig gesegnet. An der Rückseite stehen HDMI und ein mittlerweile selten verbauter eSATA/USB-Port zur Verfügung, an den Seiten LAN, zwei weitere USB-Anschlüsse, D-Sub und eine Kopfhörerbuchse - alle jeweils in Standardgröße. Nicht in den Rahmen, sondern in den Boden eingelassen ist ein SD-Kartenleser. Das WLAN-Modul lässt sich über einen physischen Schalter ausschalten, unterwegs kann optional erhältliches UMTS einspringen. Auch Bluetooth ist wählbar. Bis zu zehn Stunden soll das Latitude mit dem größeren der zwei konfigurierbaren Akkus durchhalten, bevor eine Steckdose aufgesucht werden muss. Wichtiges Detail: Der Polymer-Akku kann gewechselt werden, und zwar nicht nur durch den Hersteller, sondern ohne das Gehäuse zu öffnen, sodass bei Bedarf ein Ersatzakku mitgenommen werden kann. Bei Notebooks ist das im Allgemeinen nichts Besonderes, im Ultrabook-Bereich schon. Das angegebene Startgewicht von 1,69 Kilogramm bezieht sich auf die Variante mit kleinerem 3-Zellen-Akku.

Dell Latitude 6430u Gehäuse
Das Job-Ultrabook ist optisch zurückhaltend, sieht von außen aber trotzdem nicht dröge aus. Auf dem Deckel (re), der in Natura deutlich dunkler ist als auf dem Bild, sind die Statusleuchten untergebracht. Bilder: onlinekosten.de

Das Latitude 6430u soll zwar erst nach dem Launch von Windows 8 erscheinen, wie Dell-Produktmanager Michael Müller mitteilte, wird es aber auch mit Windows 7 angeboten. Eine Preisspanne verriet er nicht, gab aber einen Anhaltspunkt: Die Einstiegsvariante könnte bei knapp unter 1.000 Euro beginnen. Im Optionsmenü werden sich außerdem ein Fingerabdruckleser, SmartCard-Reader und Intel vPro-Management-Funktionen befinden. Im kommenden Jahr stößt eine WiGig-Docking-Station (Wireless Gigabit Alliance) dazu, die sich nicht nur mit Dells Hardware versteht. Die Spezifikation erlaubt einen drahtlosen Datenaustausch in Gigabit-Geschwindigkeit.

Weiter auf Seite 2: Dell Latitude 10 und OptiPlex 9010 All-in-One.

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