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Samstag, 22.09.2012 10:01

Ausprobiert: Windows 8 im Selbstversuch

aus dem Bereich Computer
Von Michael Müller


Mit Windows 7 ist es Microsoft gelungen, weitgehend alle Krankheiten von Windows Vista zu beheben. Das Betriebssystem machte vieles anders, und besser. Nun steht Windows 8 vor der Tür und hat es auf Grund der Qualität des Vorgängers schwer für breites Interesse zu sorgen. Wir haben den Selbstversuch gewagt und das neue Windows in der finalen Version von Ende August auf einem Notebook installiert. Vorweg: die Eingewöhnung war holprig. Doch dann wusste Windows 8 zu überraschen. Es folgt ein subjektiver Erfahrungsbericht.

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Windows 8 im Selbstversuch

Windows 7 ist ein solides Betriebssystem. Es startet relativ zügig, ist stabil und verzeiht so manchen Treiber- oder Installations-Fehltritt. Es ist robust, schnell, oftmals kompatibel mit alter Hard- und Software. Kurz gesagt: es funktioniert. Und das sowohl in 32 als auch in 64 Bit. Wozu also ein neues Windows? Für Microsoft ist die Antwort klar: Fortschritt ist unaufhaltsam. Und auch ein gutes Produkt wie Windows 7 hat Anspruch auf Evolution. Doch will Microsoft mit Windows 8 vieles neu, anders machen. Keine Startleiste mehr, tiefe Cloud-Implementierung und interaktive Kachel-Apps im Stil von Windows Phone 7. Das klingt zwar eher nach Revolution als nach Evolution - ist es aber nicht. Wenn man zwei mal hinschaut.

Doch nicht zu viel vorweg. Zunächst ein paar Worte zum Testsystem: Windows 8 wurde auf einem HP Pavilion G6-Notebook installiert. Die Hardware des Systems ist nicht topaktuell, aber auch keineswegs schwachbrüstig. Als Prozessor ist ein Core i5-2410M "Sandy Bridge" mit zwei Kernen verbaut. Der Arbeitsspeicher ist 4 Gigabyte groß, die Festplatte bietet 320 Gigabyte mit 5.400 Umdrehungen pro Minute. Neben der in die CPU integrierten Intel-HD-Grafik ist ein dedizierter Grafikchip von AMD mit an Bord, der Radeon HD 6470M.

Unkomplizierte Installation

So viel zu den Hardware-Eckdaten. Zeit, Windows 8 aufzuspielen. Die Installation über DVD läuft ähnlich unkompliziert ab, wie beim Vorgänger. Auch hat sich bei der Oberfläche nicht viel geändert. Lediglich Design und Farben wurden marginal angepasst, sodass es hier keine Überraschungen gibt. Partition gelöscht, neu angelegt, ausgewählt - dann heißt es abwarten bis das neue System einsatzbereit ist. Im letzten Schritt, bei dem das System für die finale Nutzung eingerichtet wird, erhält der Nutzer eine kleine Einführung in die neu gestaltete Menüführung. Diese ist bitter nötig, da Windows 8 dahingehend nicht viel mit älteren Windows-Versionen gemein hat. Optionen einblenden im rechten oberen Eck, Startbildschirm öffnen unten links, geöffnete Fenster anzeigen oben links. Ungewohnt. Dann geht es los: der Anmeldebildschirm erscheint.

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