Rund 50 Prozent der Kunden greifen laut Naisar allerdings derzeit zum Besteller "family tooway 18" für 59,90 Euro monatlich. Mit 18 Mbit/s im Download und bis zu 6 Mbit/s im Upload soll der Sat-Internetanschluss ausreichend Bandbreite auch für den Zugriff mit mehreren Computern bieten. Für höhere Ansprüche steht zudem noch der Tarif "SoHo Tooway 18+" zur Wahl, der sich für 99,90 Euro im Monat nutzen lässt. Zur Verfügung stehen hier ebenfalls 18 bzw. 6 Mbit/s für Down- und Upload.
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Highspeed-Datenvolumen von 2 bis 50 GB
Die beiden 18er-Pakete unterscheiden sich hinsichtlich des mit voller Bandbreite nutzbaren Datenvolumens. GetInternet bietet alle Sat-Internet-Tarife im Rahmen einer Fair Access Policy an. Diese soll verhindern, dass einzelne Kunden durch exzessive Nutzung die insgesamt vor Ort verfügbare Bandbreite verringern. Jeder Tarif ist daher mit einem Inklusivvolumen ausgestattet. Wird dieses überschritten, wird die Bandbreite bis zum Rest des Monats auf 128 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s) gedrosselt. Bei Bedarf lässt sich weiteres Highspeed-Volumen in 1 GB-Schritten hinzubuchen.
Die seit dem Sommer geltenden Angebote sind mit üppigerem Volumen als zuvor ausgestattet. Während der kleine Tarif lediglich 2 GB beinhaltet, bietet der Standard-Tarif mit 12 Mbit/s bereits 16 GB. Die beiden 18 Mbit/s schnellen Pakete erlauben das Surfen mit der maximalen Bandbreite bis zu einem Volumen von 26 beziehungsweise 50 GB. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Haushalt kommt nach Angaben des Eutelsat-Sprechers monatlich auf einen Datentraffic von rund 13 Gigabyte.
Hardware mietfrei - Monatlich kündbar

Die Tooway-Satellitenschüssel misst 77 Zentimeter. Bild: onlinekosten.de
Alle Tarife sind monatlich kündbar. Zudem gibt es eine Geld-Zurück-Garantie im ersten Monat, die allerdings noch kein Kunde in Anspruch genommen habe. Die benötigte Hardware, eine 77 Zentimeter große Satellitenschüssel sowie ein Satelliten-Modem zum Anschluss eines Computers oder Notebooks, werden während der Vertragslaufzeit je nach gewähltem Paket mietfrei zur Verfügung gestellt. Lediglich in den beiden kleinsten Tarifvarianten berechnet GetInternet eine einmalige Gebühr von 199 beziehungsweise 99 Euro für die Hardware.
Im Rahmen der aktuellen Breitbandoffensive entfällt bis Anfang Oktober die ansonsten fällige Aktivierungsgebühr in Höhe von 49 Euro. Zusätzlich lässt sich über das Satelliten-System mit einem entsprechendem VoIP-fähigen Router auch telefonieren. Ein vorhandenes Astra-LNB kann für den TV-Empfang weitergenutzt werden und lässt sich auf das Antennensystem von GetInternet montieren. Kunden erhalten außerdem eine deutsche IP, die dynamisch vergeben wird.
Für Online-Zocker sei das System laut Frank Naisar allerdings nicht geeignet. Die Reaktionszeit, die das Signal vom Uplink im italienischen Turin bis zum Satelliten im Orbit und wieder zurück benötigt, ist beispielsweise für schnelle Actionspiele zu hoch. Vor Ort konnte unsere Redaktion PING-Zeiten von meist über 700 Millisekunden messen. Online-Browserspiele sind aber durchaus nutzbar.

Infostand von GetInternet in Trier (li.), Tooway Sat-Modem (re.). Bilder: onlinekosten.de
Weitere Erhöhung der Bandbreite denkbar
Sat-Internet sei nach Angaben des Eutelsat-Sprechers auf Jahre die einzige Breitband-Lösung für zahlreiche Haushalte. Denn die Gesamtsituation der Breitbandversorung werde sich im Raum Trier in den nächsten Jahren nicht eklatant verbessern. Eine weitere Bandbreitenerhöhung, beispielsweise bis zu 50 Mbit/s, sei als Ausblick in die Zukunft durchaus denkbar.
GetInternet und Eutelsat veranstalten bis zum 23. September noch weitere Infoveranstaltungen in Prüm, Bitburg, Speicher, Wittlich und Neunkirchen, die Anlagen werden jeweils vor Ort live demonstriert. GetInternet bietet Internet per Satellit nicht nur in Rheinland-Pfalz, sondern bundesweit an. Das Unternehmen ist seit kurzem außerdem auch in Österreich vertreten.


