So wie einst Jobs ließ es sich Cook am Mittwoch nicht nehmen, die Stärken von Apple hervorzuheben und den einen oder Seitenhieb auf die Konkurrenz loszulassen. "Wir haben mehr iPads verkauft als jeder PC-Hersteller von seiner gesamten Modellpalette", erklärte er. Es seien zwar mehrere hundert Konkurrenz-Tablets auf den Markt gekommen, aber den Internet-Verkehr von Tablets aus dominiere das iPad mit einem Anteil von 91 Prozent. Die anderen Geräte "müssen in Lagerhäusern, Ladenregalen oder in Schubladen stecken".
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Seitenhieb in Richtung Nokia
Auch das jüngste PR-Debakel des Rivalen Nokia griff Apple auf: Die Finnen hatten bei der Präsentation ihres Top-Modells Lumia 920 auch Bilder und Videos gezeigt, die gar nicht mit dem Smartphone, sondern mit professioneller Ausrüstung aufgenommen worden waren, so dass sie sich später dafür entschuldigen mussten. "Echte Bilder, die mit einem iPhone 5 aufgenommen wurden", lautete jetzt die unmissverständliche Überschrift auf einer Apple-Seite mit Beispiel-Foto.
Für Cook war das neue iPhone nach einem Jahr an der Spitze der ultimative Eignungstest. Bei der Präsentation suchte er nicht das Rampenlicht, sondern überließ wieder einmal viel Platz auf der Bühne seinen Top-Managern wie Marketing-Chef Phil Schiller oder iOS-Vordenker Scott Forstall. Die Botschaft bleibt unverändert: Einen Steve Jobs kann man nur als Team ersetzen.


