Anzeige:

Donnerstag, 06.09.2012 16:51

Kabelnetzbetreiber blockieren Start des Apple-Fernsehers

aus dem Bereich Sonstiges

Der Apple-Fernseher, über den seit langem spekuliert wird, kommt laut einem US-Bericht in diesem Jahr nicht mehr auf den Markt. Der iPhone-Konzern arbeite zwar schon seit 2005 an einem Vorstoß ins TV-Geschäft, aber Verhandlungen mit der amerikanischen Fernsehbranche erwiesen sich als entscheidender Stolperstein, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag. Die großen amerikanischen Kabelgesellschaften wollten unter anderem die Kontrolle über die Bedienung der Geräte, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Die Software entscheidet mit darüber, was und wie die Zuschauer zu sehen bekommen.

Anzeige

Apple-Fernseher nur für die USA?

Angesichts des komplexen internationalen Rechtegeflechts dürfte es bei Apples Fernseherplänen auf jeden Fall zunächst nur um den US-Markt gehen. In den USA haben die Kabelnetzbetreiber die Macht im TV-Geschäft: Sie bieten für monatliche Gebühren den Zugang zu Fernsehprogrammen und wehren sich gegen alle Angriffe auf diese Schlüsselposition. Zugleich gibt es ein wachsendes Angebot von Video auf Abruf, bei dem Verbraucher direkt die Sendungen, die sie interessieren, aus dem Netz holen.

Die Vision von Apple sei, in einem Angebot klassisches Fernsehen und Online-Angebote zusammenzuführen, schrieb Bloomberg weiter. Unter anderem sollen dabei weitere Sendungen anhand der Interessen des Zuschauers vorgeschlagen werden und der Dienst soll nahtlos über alle Geräte des Konzerns hinweg funktionieren. Als Fernbedienung sollen iPhones und iPads fungieren. Bisher bietet Apple nur die Settop-Box Apple TV an, über die sich Sendungen und Filme aus der iTunes-Plattform und Diensten wie Hulu und Netflix auf den Fernseher bringen lassen.

Das Unternehmen habe schon vor dem Start des ersten Apple-TV-Modells 2007 Gespräche mit Kabelnetzbetreibern aufgenommen, hieß es. Anders als bei den Deals mit der Musikbranche und Buchverlegern sei es Apple-Gründer Steve Jobs bis zu seinem Tod im vergangenen Herbst aber nicht gelungen, die Kabelkonzerne ins Boot zu holen. Auch steht Bloomberg zufolge nicht zur Debatte, dass die Verbraucher sich die Kabel-Gebühr sparen. Ein Streitpunkt sei aber schon, ob Apple ihnen überhaupt ein eigenes Gerät anbieten darf, über das sie Zugriff auf ihr Kabel-Abo hätten. Derzeit muss der Receiver vom Kabelnetzbetreiber gemietet werden.

Verhandlungen dauern an

Am weitesten sei Apple in den Verhandlungen mit Time Warner Cable, hieß es. Die Kabelsparte des Medienriesen könnte daher zum Startpartner werden. Damit wäre das Apple-Angebot aber nicht einmal in den USA landesweit verfügbar: Time Warner Cable ist vor allem in New York und Los Angeles stark.

Die seit langem kursierenden Spekulationen über einen Apple-Fernseher hatten in diesem Jahr immer wieder neuen Auftrieb bekommen. Einige Analysten sagten sogar einen Start bis Jahresende voraus.

Hayo Lücke / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 Verhandlungen dauern an (0 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von trinity am 06.09.2012 um 22:27 Uhr
 Suche

  News
Sonntag, 21.12.2014
Nordkorea streitet Cyber-Attacke auf Sony ab und droht den USA
Bundesregierung will Firmen zu mehr Sicherheit im Netz verpflichten
Crowdfunding in der Landwirtschaft: Der Bauer mit den dicksten Kartoffeln
Streikpause bei Amazon am Sonntag - Ausstand soll Montag weitergehen
Samstag, 20.12.2014
Trendforscher Horx warnt vor ständigem Online-Sein
Weißrussland erleichtert Verbote regimekritischer Onlineforen
Abzockvorwürfe: Millionenstrafe für T-Mobile US
Instagram löscht Millionen von Spam-Konten - Justin Bieber & Co verlieren Follower
Telekom Adventsaktion: 24 Monate 10 Prozent Online-Rabatt auf MagentaMobil
Rekordstreik bei Amazon bis Heiligabend - Verdi klagt gegen Sonntagsarbeit
Telekom plant Verkauf von T-Online an Axel Springer
OnePlus: Kommt das Mini?
2014: Datenklau nur an 134 Geldautomaten
Sony-Hackerangriff: FBI macht Nordkorea verantwortlich - Obama bestätigt Verdacht
Freitag, 19.12.2014
Android 5.1 steht bereits in den Startlöchern
Weitere News
Handy ohne Vertrag
Zu einem neuen Prepaid-Tarif fehlt meist nur noch das dazu passende neue Prepaid Handy.
Ein Handy ohne Vertrag muss dabei keineswegs teuer sein.
Inzwischen bekommt man ein günstiges Klapphandy oder sogar ein Touchscreen Handy ohne zuviel ausgeben zu müssen.
Server
Server gibt es für fast jede Aufgabe: Mailserver mit POP3 für E-Mails, SQL Server für Datenbanken oder FTP Server für den Dateitransfer.
Auch das Betriebssystem ist variabel - ob Windows Server oder Linux Server: Sie haben die Wahl.
Auf ihrem Dedicated Server bestimmen Sie als Administrator ganz allein.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs