Anzeige:
Samstag, 08.09.2012 08:01

Arbeits-Agentur ist Facebook-Muffel

aus dem Bereich Sonstiges

Freie Jobs posten, mit Arbeitslosen chatten - beim Einsatz sozialer Dienste im Internet bleibt die Bundesagentur für Arbeit (BA) vorerst zurückhaltend. Es sei kurzfristig nicht geplant, eine Facebook-Seite der Bundesagentur einzurichten, sagte der BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

Anzeige

Arbeits-Agentur will nicht zu viel arbeiten

"Datenschutzthemen und ethische Fragen sprechen für uns dagegen, einem Zeitgeist zu folgen und jedes Spiel sofort mitzumachen", sagte Weise. Allerdings werde die Entwicklung intensiv beobachtet. "Ich habe den Auftrag gegeben, alle Chancen und Risiken zu bewerten. In einigen Monaten werden wir neu entscheiden", sagte Weise.

Ein ungeklärtes Problem sei, dass eine Präsenz der Bundesagentur etwa bei Facebook eine Rund-um-die-Uhr-Präsenz der BA erfordern würde. "Wenn die Bundesagentur mit ihrem ganzen Dienstleistungsspektrum in Facebook geht und dann Rückmeldungen kommen, dann müsste ich organisieren, dass fachlich kompetente Mitarbeiter sieben Tage die Woche 24 Stunden darauf antworten." Das wäre für die BA zusammen mit anderen datentechnischen Anforderungen ein hoher Aufwand.

Allerdings hat die BA am vergangenen Montag einen ersten Pilotversuch im Karriere-Netzwerk Xing gestartet. Man wollen herausfinden, ob man auf diesem Wege besser vermitteln könne, sagte Weise.

Azubi-Kampagne als erster Schritt

Der BA-Chef räumte ein, dass sich die Bundesagentur künftig auf neue Kommunikationsformen und die Sprache der jüngeren Leute einstellen müsse. "Nach neuesten Untersuchungen schauen 13 Jahre alte Kinder kein Fernsehen mehr, sie haben keinen PC, sondern machen alles mit ihrem Handy", gab Weise zu bedenken. "Wenn wir die nächste Generation begleiten wollen auf dem Weg in den Beruf, dann müssen wir uns in den sozialen Medien aufstellen, wir müssen deren Sprache sprechen. Und das ist für uns eine ganz große Herausforderung."

Derzeit sei die Bundesagentur lediglich indirekt über eine Ausbildungskampagne in Facebook vertreten, berichtet Weise. "Ich möchte betonen, nicht die Bundesagentur, sondern allein die Kampagne hat eine Facebookseite", unterstrich der BA-Chef. "Das funktioniert auch sehr gut. Innerhalb kürzester Seite hatte die Seite über 50.000 Fans".

Daneben gibt es zwar eine Bundesagentur-Faecbook-Seite; dort erläutert allerdings nur ein kurzer Wikipedia-Artikel die Arbeit der Bundesagentur. Eine Vernetzung mit anderen Facebook-Teilnehmern ist von dort aus nicht möglich. Lediglich das Anklicken eines "Gefällt"-Button lässt die BA zu; den haben bis Dienstag immerhin mehr als 1.500 Internet-Nutzer angeklickt.

Dorothee Monreal / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
Weitere Meldungen zum Thema:
Arbeitsagenturen schaffen Papier-Akten ab
Weitere Links zum Thema:
BA in Facebook
 Suche

  News
Donnerstag, 30.07.2015
Netzpolitik.org: Generalbundesanwalt ermittelt gegen Journalisten wegen Landesverrats
NetCologne schaltet Vectoring frei: VDSL mit 100 Mbit/s für 200.000 Haushalte
Samsung bringt Smartphone-Bezahldienst nach Europa
Deutsche nutzen E-Government-Angebote nur in Maßen
Datenschützer Caspar: Jeder hat das Recht auf Pseudonym bei Facebook
Smartphone-Marktführer Samsung mit weniger Gewinn
Sky Online jetzt auch auf LG Smart TVs verfügbar
HelloMobil: Allnet-Flat mit 6 GB LTE-Datenvolumen für 24,99 Euro
Windows 10 wird PC-Markt beleben: Chef von Microsoft Deutschland im Interview
Facebook verdient weniger - hohe Investitionen in neue Rechenzentren
Mittwoch, 29.07.2015
Keine Fusion: Springer und ProSiebenSat.1 planen gemeinsame Digital-Projekte
Motorola stellt neue Smartphones Moto X Style, Moto X Play und Moto G vor
BSI warnt: Sicherheitslücken bedrohen 950 Millionen Android-Handys
LG Electronics mit starkem Gewinneinbruch - weniger Smartphones verkauft
Sky steigert Abonnentenzahlen auf 4,3 Millionen - Pay-TV wirft noch keinen Gewinn ab
Weitere News
Mobiles Internet
Unterwegs und trotzdem Online: Mobiles Internet per UMTS macht's möglich.
Fast genauso schnell im Speed Test oder sogar schneller als ein regulärer Internetzugang.
Damit ist mobiles Internet neben Kabel digital auch als Alternative interessant, wenn die DSL Verfügbarkeit am Wohnort eingeschränkt ist.
Mobilfunk Discounter
Inzwischen ist das Angebot an günstigen Mobilfunk-Tarifen sehr unübersichtlich.
Neben Billigmarken der großen Provider wie Simyo oder Fonic gibt es zahlreiche unbekanntere Discounter mit günstigen Preisen.
Eine Übersicht bietet unser Prepaid-Vergleich.
© 1999-2015 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs