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Sonntag, 02.09.2012 00:01

Joyn soll Rivalen aus dem Netz abwehren

aus den Bereichen IFA, Mobilfunk

Marktbeobachter Gutsche ist skeptischer. "Joyn ist technisch gut gemacht, ich glaube, dass dieser Dienst eine gewisse Verbreitung bekommen wird. Aber das Game ist durch. WhatsApp ist etabliert, und es kann bei solchen Diensten immer nur einen geben." Chancen für Joyn gebe es am ehesten bei der professionellen Nutzung, da Joyn den Bedürfnissen der Unternehmen nach garantierter Netzqualität und Sicherheit entgegen komme.

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Joyn als Freemium-Modell

Beim Geschäftsmodell setzen die Netzbetreiber auf einen Mix: Bei der Deutschen Telekom etwa sind Chat und Dateitransfer für Kunden mit Komplettpaketen für SMS und Datenübertragung kostenlos, für Videotelefonate verlangt das Unternehmen nach einer Einführungsphase Geld. Auch Vodafone erwägt ein sogenanntes Freemium-Modell, bei dem die Grundfunktionen gratis, Extras wie eine gesicherte Übertragungsqualität dagegen kostenpflichtig sein sollen.

Die Vermarktung des Dienstes an andere Unternehmen könnte den Netzbetreibern eine weitere Umsatzquelle erschließen. Dafür werden die Programmierschnittstellen (API) offengelegt. Ein Beispiel: Ein Call Center könnte die Probleme der Kunden besser lösen, wenn dieser mit Live-Bildern zeigt, wo es hakt. "Wir bieten einen Mehrwert, das ist die Basis für ein Geschäftsmodell", sagt Smit.

"Wir müssen den Nutzern zeigen, dass Joyn mehr als WhatsApp ist", betont Smit. Bis dahin ist ein weiter Weg: Der in Kalifornien ansässige Betreiber von WhatsApp liefert nach eigenen Angaben täglich sechs Milliarden Mitteilungen aus.

Saskia Brintrup / dpa
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