Anzeige:
Donnerstag, 30.08.2012 12:01

Telekom startet Spotify-Kooperation & "Entertain to go"

aus den Bereichen IFA, Mobilfunk

Auch die Deutsche Telekom hat auf der IFA in Berlin einige Neuigkeiten im Gepäck. Auf einer Pressekonferenz kündigte Deutschland-Chef Niek Jan van Damme am Donnerstag eine exklusive Kooperation mit dem Streaming-Dienst Spotify an, präsentierte das bereits im Juni erstmals vorgestellte mobile Live-TV "Entertain to go" und stellte einen Tag nach Vodafone den Startschuss für den Messaging-Dienst Joyn für Dezember in Aussicht.

Anzeige

Exklusive Partnerschaft mit Spotify

Die Zusammenarbeit zwischen Telekom und Spotify wird im Oktober starten, so van Damme. Für die Nutzung des Musik-Dienstes steht zunächst der neue Komplett-Tarif "Complete Special Music" zur Verfügung, der inklusive Daten-, Telefon- und SMS-Flatrate insgesamt pro Monat 30 Euro kosten soll und den Zugriff auf alle Spotify-Funktionen sowie mehr als 18 Millionen Titel beinhaltet. Das für die Übertragung der Musik-Inhalte verbrauchte Datenkontingent wird dabei nicht auf das in den Tarif inkludierte UMTS-Volumen angerechnet. Ab November wollen die Bonner zudem eine Zubuch-Option anbieten, die eine Spotify-Nutzung zum Preis von 10 Euro monatlich auch mit anderen Tarifen ermöglicht. "Ich bin stolz auf diese Kooperation", betonte van Damme. Musik sei ein wachsendes Geschäft. Bereits heute werde Musik-Streaming von 18 Prozent aller Telekomkunden täglich genutzt.

Im optischen Bereich bewegt sich hingegen das neue mobile Live-TV-Angebot für Smartphones und Tablet-PCs "Entertain to go". Es sei Zeit für den nächsten Schritt in der Weiterentwicklung. "Entertain lernt gerade laufen", erklärte van Damme. Dieses ermöglicht anfangs den Abruf von 40 TV-Programmen sowie Filmen und Serien aus der Online-Videothek Videoload – zunächst allerdings nur per WLAN. Integriert ist auch eine Fernbedienungsfunktion für "Entertain"; parallel dazu wird es eine separate Fernbedienungs-App geben, die sich wahlweise ebenfalls per Sprache steuern lässt.

Entertain to go
"Entertain to go" kann ab Ende des Jahres im Rahmen einer Promotionsphase kostenlos getestet werden. Bild: Deutsche Telekom

"Entertain to go" befristet kostenfrei, später für 5 Euro buchbar

Ab dem kommenden Jahr soll das Echtzeit-Streaming auch unterwegs über das Mobilfunknetz möglich sein – noch stehe dem aber die Rechte-Problematik im Weg, so Telekom-Manager Ingo Hofacker. Ab Ende des Jahres soll "Entertain to go" für alle IPTV-Kunden zum Preis von rund 5 Euro monatlich gebucht werden können – Nutzer von "Entertain über Satellit" sind allerdings bis auf Weiteres ausgenommen. Bestandskunden können das Angebot einen Monat lang kostenfrei testen. Es gibt zudem keine langen Bindungsfristen: das Mobil-TV kann monatlich gekündigt werden. Für Neukunden wird "Entertain to go" im Rahmen einer Promotionsphase zudem ebenfalls befristet kostenfrei zur Verfügung stehen. Künftig sei darüber hinaus geplant, "Entertain to go" für alle Telekomkunden anzubieten.

Als dritter Punkt auf der Konferenz-Agenda stand der Start des vielfach als SMS-Nachfolger bezeichneten Chat-Dienstes Joyn ab Dezember. Für die Telekom sei dies ein bedeutender Strategieschwenk, so Deutschland-Chef van Damme mit Blick auf das Thema Instant Messaging. Es sei Zeit für einen neuen Kurs. "Wir haben uns entschieden, das Angebot nicht mehr zu verteufeln, sondern innovative Dienste anzubieten", erklärte der Spitzenmanager. Die Joyn-Funktionen "Chat" und "Datei versenden" können von allen Telekom-Kunden kostenfrei genutzt werden, die über einen Tarif mit Daten- oder SMS-Flat verfügen. Wer Video-Telefonate entgeltfrei führen will, benötigt zusätzlich eine Sprach-Flatrate oder ein Sprach-Minutenpaket. Das bei Übertragungen anfallende Datenvolumen wird analog zu Spotify nicht auf das im Tarif enthaltende UMTS-Inklusivvolumen angerechnet. Für iPhone und Android-Geräte stellt die Telekom eine eigene Joyn-App bereit; neue Smartphones mit Android- oder Windows-Phone-Betriebssystem sollen den Standard zudem ab Werk beherrschen.

Christian Wolf
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 Entertain to go und App als Fernbedienung (2 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Einste1n am 30.08.2012 um 17:47 Uhr
 Suche

  News
Sonntag, 26.04.2015
Industrie 4.0: Trumpf erwägt App-Store für Industrie-Software
SAP-Mitgründer Dietmar Hopp wird 75: "Ich habe zu viel angefangen"
"NYT": Russische Hacker hatten Zugriff auf E-Mails von Obama
Samstag, 25.04.2015
Carsharing außerhalb der Metropolen bleibt schwierig
Google Maps: Androide uriniert auf Apple-Logo
RTL Samstag Nacht: Stars feiern Wiedersehen im Internet
Selfies und Lifelogging: Kunst für die "Generation Kopf unten"
Expertenkommission möchte Netzneutralität kippen
Schwacher Start für Jay Z's Streaming-Dienst Tidal
Freitag, 24.04.2015
"Spiegel": Bundestrojaner des BKA ist im Herbst einsatzbereit
Hacker-Attacken: Intel-Manager schlägt Sicherheitsbranche gemeinsamen Schutzwall vor
Comcast sagt Fusion mit Time Warner ab
Nur jede vierte Firma in Deutschland nutzt Highspeed-Internet mit mindestens 30 Mbit/s
"WSJ": EU könnte neuen Regulierer für mächtige Internetkonzerne schaffen
DeutschlandSIM: LTE-Allnet-Flats ab 12,99 Euro - bis zu 10 GB LTE-Datenvolumen
Weitere News
Whois
Suchen Sie eine eingängige Domain für ihre Website und die Wunschadresse scheint schon belegt?
Einfach mit Whois den Check machen und herausfinden, zu wem die URL und IP Adresse gehört. Auch die DENIC kann oft Auskunft geben.
Vielleicht ist ein Reseller beteiligt und verkauft preisgünstig.
Internet über Kabel
Kein DSL oder nur schlechte Werte im DSL Speedtest? Internet über das Kabelnetz ist eine der führenden DSL Alternativen.
Kabelanbieter bieten ultraschnellen Downstream über den Kabelanschluss.
Wenn kein DSL verfügbar ist und auch kein Kabel digital gewünscht wird, ist mobiles Internet vielleicht interessant.
© 1999-2015 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs