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Dienstag, 28.08.2012 18:46

IBM: Neue Großrechner-Generation mit 5,5-GHz-CPU

aus dem Bereich Computer

Fast 50 Jahre nach dem ersten Mainframe-Computer hat IBM am Dienstag eine neue Generation dieses Großrechners eingeführt. Der zEnterprise EC12, kurz zEC12, soll die wachsenden Mengen an sensiblen Daten bei Unternehmen und Behörden bewältigen und zum Beispiel Geldautomaten oder Einwohnermeldeämter mit Daten versorgen. Der neue Großrechner laufe mit dem weltweit schnellsten Prozessor, der mit 5,5 Gigahertz getaktet und maßgeblich im IBM-Labor in Böblingen mit entwickelt worden sei, sagte IBM-Sprecher Hans-Jürgen Rehm.

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Mainframes gelten als besonders sicher

IBM ist Marktführer bei Mainframe-Systemen, von denen weltweit etwa 5.000 installiert sind. Weitere Hersteller sind Fujitsu und Oracle. Mainframes sind besonders große Server, die darauf ausgelegt sind, höchstmögliche Ausfall- und Datensicherheit zu bieten. Große Internetunternehmen wie Google oder Amazon müssen ebenfalls riesige Datenmengen bewältigen, setzen dafür aber verteilte Serverfarmen ein, Rechenzentren mit vielen kleineren Standardservern.

Der erste Mainframe, das System/360, wurde 1964 eingeführt - mit einer Rechenleistung bis etwa 0,7 Millionen Instruktionen pro Sekunde (MIPS) aufwies, hat der zEC12 eine Rechenleistung bis zu 75.000 MIPS - also eine Steigerung um das Hunderttausendfache bei einer zwei- bis dreimal kleineren Platzfläche. Typischerweise führt IBM alle drei Jahre eine neue Mainframe-Generation ein. Der Vorgänger z196 wurde erst 2010 eingeführt. In die Entwicklung der neuen Generation investierte IBM nach eigenen Angaben mehr als 1 Milliarde Dollar; weltweit waren 17 Entwicklungslabors beteiligt.

Mainframes gelten als besonders sicher. Bis heute seien so gut wie keine Hacker-Angriffe auf solche Großrechner bekanntgeworden, sagte Rehm. Der zEC12 verfügt über einen kryptographischen Koprozessor, der für die Absicherung von Transaktionen und sensiblen Daten zuständig ist. Das zEC12-System ist der erste Mainframe mit integrierter SSD-Technologie; damit soll der Zugriff auf die Daten auch unter Spitzenlast beschleunigt werden. Teilweise müssen Großrechner in jeder Sekunde mehrere tausend Transaktionen gleichzeitig abwickeln.

Christian Wolf / dpa
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