Im vergangenen Jahr hat Google seinen Bezahldienst Wallet in einigen US-Regionen gestartet, der auf einem Funkchip im Smartphone aufbaut. Die US-Mobilfunkbetreiber halten mit einem eigenen Bezahlsystem namens Isis dagegen. Mit PayPal lässt sich landesweit bereits in Baumärkten von Home Depot sowie in Klamottenläden von Abercrombie & Fitch, Hollister und dem Herrenausstatter Jos. A. Banks einkaufen. Durch eine Zusammenarbeit mit der Kreditkarten-Firma Discover soll die Zahl der an PayPal angebundenen Läden noch steigen.
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Großes Durcheinander an Anbietern
Doch die Konkurrenz schläft nicht: So hat sich Anfang des Monats die Kaffeehaus-Kette Starbucks mit dem mobilen Bezahldienst Square verbündet und zudem 25 Millionen Dollar in das junge Unternehmen gesteckt. Ab Herbst lassen sich nun in 7.000 Filialen mittels "Pay with Square" ("Bezahl mit Square") der Caffe Latte oder der Caramel Macchiato bestellen. Das Ganze funktioniert mit dem iPhone sowie ausgewählten Android-Smartphones.
Als weiterer Anbieter ist nun auch SumUp im Geschäft. Das Unternehmen verspricht den Händlern die tägliche Auszahlung der über das Kartenlesegerät erfolgten Transaktionen.
Es lauern allerdings technische Hindernisse beim Bezahlen mit dem Smartphone, wie auch PayPal lernen musste. "In Europa hat man nicht in jedem Laden einen guten Empfang mit dem Handy - die Wände der alten Gebäude sind oftmals zu dick", merkte Entwickler John Lunn bei der Vorstellung des PayPal-Bezahlsystems für Läden an. In den USA mit ihren vergleichsweise jungen Einkaufstempeln ist das kein Problem; als Vorteil in den Vereinigten Staaten kommt die weite Verbreitung öffentlich zugänglicher WLAN-Netze hinzu.
Durchbruch mit neuem iPhone?
Payleven-Geschäftsführer Alexander Zumdieck preist die Einfachheit der Aufsteck-Lösung an: "Der Vorteil gegenüber anderen Modellen wie NFC ist, dass wir das Verhalten des Verbrauchers nicht ändern wollen: Man bezahlt nach wie vor mit der Karte." Und es gebe keinen Grund, warum man auf dieser Basis mit der Zeit nicht auch NFC anbieten sollte. Schließlich wird schon lange spekuliert, dass in dem für Herbst erwarteten neuen iPhone erstmals auch ein NFC-Chip stecken könnte.


