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Donnerstag, 23.08.2012 10:53

Grünes Licht: Facebook darf Instagram schlucken

aus dem Bereich Sonstiges

Nach einer vier Monate langen Zitterpartie hat die US-Wettbewerbsbehörde FTC den Kauf des Fotodienstes Instagram durch Facebook genehmigt. Dumm nur, dass die Instagram-Eigner jetzt deutlich weniger als die erwartete 1 Milliarde Dollar bekommen.

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FTC hat keine Einwände gegen Übernahme

Das ist mal eine gute Nachricht für das von einem fallenden Aktienkurs gebeutelten Börsenneuling. Das Soziale Netzwerk Facebook darf den Fotodienst Instagram übernehmen. Die zuständige US-Wettbewerbsbehörde FTC hat am Mittwoch grünes Licht gegeben. Sie hat keinerlei Einwände, wie sie bekanntgab.

Das Soziale Netzwerk hatte den Instagram-Kauf im April angekündigt, also noch vor dem Facebook-Börsengang, der im Mai folgte. Als Kaufpreis waren rund 1 Milliarde Dollar vereinbart (800 Millionen Euro). Die Instagram-Gründer werden nun allerdings Abstriche machen müssen: Denn sie hatten sich darauf eingelassen, teils in Facebook-Aktien bezahlt zu werden.

Niedrigerer Kaufpreis wegen gesunkenem Facebook-Aktienkurs

Lediglich 300 Millionen Dollar fließen in bar; hinzu kommen 23 Millionen Facebook-Aktien. Die wurden zum Zeitpunkt der Verhandlungen mit Instagram mit rund 30 Dollar bewertet. Mittlerweile kostet das Papier aber nur noch gut 19 Dollar - womit der Kauf derzeit rund 740 Millionen Dollar einbrächte. Der endgültige Abschluss des Geschäfts steht noch aus.

Für die Instagram-Eigner war es eine Wette: Vor dem Börsengang schraubte sich die Bewertung von Facebook immer weiter in die Höhe, bis der Ausgabekurs schließlich bei 38 Dollar je Aktie lag. Der Börsengang selbst wurde jedoch von technischen Pannen begleitet, hinzu kamen Sorgen um eine Verlangsamung des Wachstums. Der Einbruch des Kurses begann schon am zweiten Handelstag.

Über Instagram lassen sich mit dem Smartphone geschossene Fotos mit wenigen Klicks im Bekanntenkreis teilen. Instagram kooperiert dabei neben Facebook auch mit Twitter oder dem Miniblog-Dienst Tumblr. Der Fotodienst soll bis auf Weiteres in seiner jetzigen Form bestehen bleiben.

Jörg Schamberg / dpa
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