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Montag, 20.08.2012 18:13

ARD/ZDF Onlinestudie 2012: Zeitfresser Internet

aus den Bereichen Computer, Sonstiges

Seit 1997 präsentieren die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF alljährlich ihre Studie zur Nutzung des Internets in Deutschland. Die wichtigsten Ergebnisse der aktuellen ARD/ZDF Onlinestudie 2012 sind eine weitere Zunahme der Internetnutzer, mehr mobile Nutzung sowie eine steigende Nachfrage nach Fernsehinhalten im Netz.

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Stärkere Nutzung der Online-Mediatheken

Das Angebot der Mediatheken von ARD und ZDF im Netz wird rege genutzt, was sich beispielsweise zuletzt auch während der Olympischen Spiele in London zeigte. Die ZDF-Mediathek verzeichnete Rekordzugriffe. Auch auf die ARD-Mediatheken im Netz wird laut Helmut Reitze, Intendant des Hessischen Rundfunks und Vorsitzender der ARD/ZDF-Medienkommission, verstärkt zugegriffen.

"Die neuen internetfähigen Endgeräte schaffen neue Nutzungssituationen, in denen die aus der Offline-Welt bekannten großen Informationsmarken besonders gefragt sind", so Reitze. ZDF-Intendant Thomas Bellut pflichtet ihm bei: "Tablets und Smartphones haben für eine deutliche Zunahme bei der zeitversetzten Nutzung von Fernsehsendungen gesorgt". Die ZDF-Mediathek verzeichne "signifikante Reichweiten-Zuwächse" und werde ständig weiterentwickelt.

Drei Viertel der Deutschen sind online - Zeitversetztes Fernsehen vor allem über Smart TVs

Inzwischen sind 75,9 Prozent der Deutschen online, das entspricht rund 53,4 Millionen Internetnutzern: Ein Zuwachs um 2,6 Prozent oder 1,7 Millionen neue Internetanwender gegenüber dem Vorjahr. Innerhalb von zwölf Jahren hat sich die Zahl der Internetnutzer damit nahezu verdreifacht. Noch im Jahr 2000 hatten ARD und ZDF erst 18,4 Millionen Internetsurfer gezählt. Vor allem die Über-50-Jährigen entdecken verstärkt das Internet für sich. Surften im vergangenen Jahr 69,1 Prozent in dieser Altersklasse im Netz, waren in diesem Jahr bereits 76,8 Prozent der 50- bis 59-Jährigen online. Auch in der Gruppe der Über-60-Jährigen stieg die Internetnutzung an, nach 34,5 Prozent im Vorjahr erkunden nun 39,2 Prozent der "Silver Surfer" das globale Netz.

Neben einem stationären Internetzugang zum Beispiel per Desktop hat sich die mobile Internetnutzung in den letzten drei Jahren von 11 Prozent im Jahr 2009 auf aktuell 23 Prozent mehr als verdoppelt. Rund 13 Prozent der Fernsehzuschauer nutzen gelegentlich neben dem Fernsehen auch den sogenannten "Second Screen" in Form ihres Smartphones, eines Tablet-PCs oder eines Notebooks. Besonders beliebt sind Smartphones bei Personen unter 30 Jahren, die Gruppe der 30- bis 49-Jährigen nutzen dagegen eher einen Tablet-PC, der inzwischen in rund 8 Prozent der deutschen Haushalte anzutreffen ist. Ein internetfähiges Fernsehgerät besitzen 15 Prozent der Internetnutzer. Zeitversetztes Fernsehen wird vor allem über Smart TVs geschaut, 30 Prozent der Onlinenutzer greifen immerhin gelegentlich auf das zeitversetzte Fernsehangebot im Netz zurück. Rund 23 Prozent schauen, vor allem über Tablet-PCs, auch Live-TV per Internet.

Facebook meistgenutztes Netzwerk

Für die Nutzung der schönen neuen Online-Welt investiert jeder erwachsene Deutsche im Schnitt 83 Minuten, unter Einbeziehung der ab 14-Jährigen kommt die Studie auf eine durchschnittliche Internetnutzung von 133 Minuten täglich. Die zunehmende Internetnutzung ging nicht zu Lasten der Fernseh- und Radionutzung, die weiter auf 242 beziehungsweise 191 Minuten pro Tag anstieg. Jugendliche bis 19 Jahren sind täglich 77 Minuten in Online-Netzwerken wie Facebook unterwegs, Erwachsene ab 50 Jahren dagegen nur 33 Minuten. Facebook ist hierzulande mit 19,77 Millionen Menschen ab 14 Jahren das meistgenutzte Online-Netzwerk. Laut der Online-Studie von ARD und ZDF nutzen aber nur 2,08 Millionen Twitter, selbst aktiv mit eigenen Tweets sind davon sogar nur 40 Prozent. Die große Mehrheit der bei Twitter registrierten Mitglieder sind "Follower", die anderen aktiven Twitterern folgen.

Jörg Schamberg
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