Anzeige:

Freitag, 17.08.2012 16:05

Twitter verärgert Entwickler mit neuer Nutzungspolitik

aus dem Bereich Sonstiges

Der Internet-Dienst Twitter will die Nutzung seiner Daten durch externe Software künftig strenger reglementieren. Das Unternehmen kündigte am Donnerstag (Ortszeit) eine neue Version seiner Datenschnittstelle (API) an: Die Version 1.1 verlangt eine Registrierung von Anwendungen und ändert die bisherigen Bestimmungen zum Volumen der Datenabrufe.

Anzeige

Neue Spielregeln

So konnten bislang alle Arten von Twitter-Apps innerhalb einer Stunde maximal 350 Mal auf Twitter-Daten zugreifen. Künftig unterscheidet Twitter bei diesem Limit nach der Art der abgerufenen Daten. Für bestimmte Daten werden nur noch 60 Abrufe pro Stunde zugelassen, für andere wie die Darstellung der Twitter-Mitteilungen (Tweets) aber werden bis zu 720 Abrufe möglich sein. Damit werde das System vor Missbrauch geschützt, ohne dass die Nutzung der meisten Anwendungen eingeschränkt werde, erklärte Twitter-Manager Michael Sippey in einem Blog-Beitrag.

Gleichwohl stieß die Ankündigung bei Software-Entwicklern auf Kritik. "Twitter, welche Art von Vogel wirst Du sein", fragte der Chef des Dienstes bottlenose.com, Nova Spivac, in einer Online-Petition, die Twitter dazu aufruft, weiter eine offene Plattform zu bleiben. "Bist du immer noch dieser aufgeweckte kleine Vogel, den alle lieben, oder wirst Du ein ängstlicher Raubvogel?" Der Gründer der Software-Firma SocialEngine, Alex Benzer, sagte dem Fachdienst "ReadWriteWeb", die neue API sei deutlich restriktiver als bisher. "Das signalisiert einen Wandel in der Richtung des Unternehmens. Es ist das allgemeine Gefühl, dass gewünscht ist, dass die Leute Twitter nutzen und keine Apps, die auf Twitter aufbauen."

Das 2006 gegründete Unternehmen hat in mehreren Finanzierungsrunden mehrere hundert Millionen Dollar an Kapital erhalten, sein langfristiges Geschäftsmodell aber lange Zeit offen gelassen. Jetzt setzt Twitter verstärkt auf Werbung. So werden etwa bestimmte Tweets gegen Bezahlung besonders prominent platziert. Als Software-Schnittstelle für andere Anwendungen ist die API von herausragender Bedeutung. Neben Twitter gibt es auch bei anderen Internet-Unternehmen wie Google und Facebook Anzeichen für eine restriktivere Handhabung ihrer APIs.

Hayo Lücke / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Sonntag, 20.04.2014
SAP bemüht sich verstärkt um den Mittelstand
Microsoft: Nur noch ein Preis für Universal Windows Apps
Bürgerrechtler fordern mehr Export-Kontrollen für Überwachungssoftware
Getinternet: Neue tooway-Tarife mit bis zu 22 Mbit/s zum Sparpreis
"Museum-Digital": Kultur online für Ausgeh-Muffel
Intel: Weniger Gewinn trotz Umsatzsteigerung
Samstag, 19.04.2014
PonoPlayer: 6,2 Millionen Dollar für Neil Youngs Anti-MP3-Player
Garmin: Echtzeit-Anzeige für Benzinpreise über nüvi-App "Smartphone Link"
Neuer Mozilla-CEO: Marketingchef Beard übernimmt nach Eich-Rücktritt
TP-Link: WLAN-AC-Router Archer C2 funkt per Dual-Band mit bis zu 733 Mbit/s
Studie: Deutscher Mittelstand unterschätzt Cyber-Risiken
SAP: Starker Euro dämpft guten Jahresbeginn
Freitag, 18.04.2014
NRW-Justizminister fordert Verbot von App-Kostenfallen für Kinder
Chiphersteller AMD wächst dank Spielekonsolen
Facebook zeigt in den USA Freunde in der Nähe
Weitere News
Internettelefonie
Günstig per VoIP telefonieren auch ohne Telefonanschluss.
Telefon einfach an den VoIP DSL Router oder WLAN Router anschließen.
Gleichzeitig via DSL Modem mit DSL Speed ins Internet.
Neues Handy?
Wer ein Handy ohne Vertrag sucht, kann inzwischen aus vielen aktuellen Modellen auswählen: Soll es ein Touchscreen Handy sein oder ein Klapphandy?
Auch viele Discounter bieten zu ihrer SIM-Karte ein Prepaid Handy zum günstigen Preis an.
Video on Demand
Trotz Kabel digital oder IPTV nix Interessantes gefunden?
Abhilfe schafft Video on Demand.
Per Download oder Videostream über das DSL Kabel kommen aktuelle Filme und Serien direkt nach Hause.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs