Was lastet auf den Betroffenen? Gearbeitet wird immer öfter, wenn Arbeit da sei, so die Herausgeberin des Reports, Antje Ducki. Gegen solcherlei Fremdbestimmtheit sieht sie die Firmen gefragt.
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Gefährliche E-Mail-Flut
Beispiel E-Mail-Flut: Die Zeit der Menschen werde immer mehr online aufgesaugt. "Die Unternehmen sind gefordert, die Beschäftigten davor zu bewahren, im E-Mail-Tsunami unterzugehen." Im Wettbewerb um die begehrten Fachkräfte müssten viele Chefs insgesamt zulegen. "Zu einem attraktiven Arbeitgeber gehörten auch attraktive Arbeitsbedingungen."
Dass die Zahl psychischer Erkrankungen zunimmt, weisen die Krankenkassen Jahr für Jahr in immer neuen Studien nach. Der neue Report zeigt eine Steigerung von 120 Prozent binnen sieben Jahren. Laut Co-Herausgeber Helmut Schröder liegen die psychischen Leiden bei den Krankheitstagen zwar auf Platz vier hinter Muskel-Skelett- und Atemwegserkrankungen sowie Verletzungen. Doch während Arbeitnehmer mit einer Grippe im Schnitt nur bis zu 7 Tage krankgeschrieben sind, fehlen psychisch Erkrankte im Schnitt mehr als 22 Tage.
Millionen Betroffene
Immer weitere Pendelwege, Überstunden, Arbeit auch daheim, ständige Erreichbarkeit - Millionen sind betroffen. Ist diese steigende Flexibilität alleine die Ursache für die rasante Zunahme der seelischen Krankheiten? Aus der Statistik lässt sich das zwar nicht herauslesen. Zumindest sei hierin aber ein wesentlicher Baustein zu finden, ist Herausgeber Schröder überzeugt.


