Anzeige:

Donnerstag, 16.08.2012 14:52

Ecuador gewährt Assange Asyl

aus dem Bereich Sonstiges

Ecuador gewährt dem Wikileaks-Gründer Julian Assange Asyl. Außenminister Ricardo Patiño erklärte am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Quito, die Entscheidung zugunsten des in die Botschaft Ecuadors in London geflüchteten Assange sei getroffen worden, um sein Leben vor Verfolgungsrisiken in den USA zu schützen. Das britische Außenministerium hatte kurz zuvor angedeutet, dass Großbritannien Assange kein freies Geleit für einen Flug nach Ecuador gewähren werde.

Anzeige

Ausreise (un)möglich

Assange hält sich seit Mitte Juni in der Botschaft des Landes im Londoner Stadtteil Kensington auf. Die schwedische Justiz lastet ihm Sexualdelikte an und hat deswegen einen EU-weiten Haftbefehl gegen ihn erwirkt.

Patiño beschuldigte erneut Großbritannien, mit einem Eindringen in die Botschaft des südamerikanischen Staates in London gedroht zu haben, um eine Festnahme Assanges zu ermöglichen. Das britische Außenministerium zeigte sich in einem ersten Statement über die Internetplattform Twitter "enttäuscht" über die Entscheidung in Quito. London hoffe aber weiterhin auf eine Verhandlungslösung, die es den britischen Behörden erlaube, ihren Verpflichtungen auf Grundlage der Auslieferungsgesetze nachzukommen.

Ecuador habe den Südamerikanischen Staatenbund Unasur und die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) gebeten, die Außenminister ihrer Mitglieder einzuberufen, um eine gemeinsame Stellungnahme zur britischen Haltung zu vereinbaren. Die Unasur-Minister könnten bereits am Wochenende in Quito zusammenkommen. OAS-Generalsekretär José Miguel Insulza habe eine baldige Minister-Konferenz zugesagt, erklärte Ecuadors Außenminister.

Großbritannien will Auslieferung an Schweden vorantreiben

Der 41-jährige Australier Assange soll von Großbritannien nach Schweden ausgeliefert werden. Dort wird ihm vorgeworfen, im Sommer 2010 zwei Frauen sexuell belästigt und in einem Fall vergewaltigt zu haben. Assange bestreitet dies. Er befürchtet, dass einem Verhör in Schweden die Auslieferung in die USA folgen könnte. Seine Plattform Wikileaks hatte Tausende Depeschen öffentlich gemacht, die die Rolle der USA in verschiedenen internationalen Konflikten, unter anderem in Afghanistan und im Irak öffentlich machen.

Vor der Botschaft im Zentrum von London kam es am Donnerstag zu Rangeleien zwischen Unterstützern des australischen Internet-Rebellen und der Polizei. Mindestens eine Demonstrantin wurde von unbewaffneten Polizisten abgeführt. Netzaktivisten der Anonymous-Bewegung riefen ihre Anhänger via Twitter auf, sich vor der Botschaft Ecuadors in London zu versammeln.

Hayo Lücke / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 Vergewaltigungs-Vorwürfe? (102 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Bengel am 24.08.2012 um 15:42 Uhr
 Suche

  News
Dienstag, 23.09.2014
Internetnutzung: Deutschland im internationalen Vergleich nur mittelmässig
Montag, 22.09.2014
Weihnachtsgeschäft bei Amazon durch Streiks in Gefahr? - Verdi droht mit Paukenschlag
Apple: Über zehn Millionen neue iPhones am ersten Wochenende verkauft
Internet Security Days 2014 starten am 24. September im Phantasialand
1&1 Doppel-Flat mit 100 Mbit/s jetzt auch ohne Laufzeit
Tele Columbus stärkt Position in NRW: Übernahme von Kabelnetzbetreiber BMB
Crash-Tarife: 3-GB-Flatrate für 24,99 Euro - iPad 4 für 1 Euro dazu
Reparatur des iPhone 6 (Plus) wird teuer
Datenpanne bei DHL: Sendungsdaten waren stundenlang für alle einsehbar
Auch Opa will ein Smartphone
Falls es mal brennt: Erst das Smartphone retten, dann das Leben
Zweitägiger Streik bei Amazon
Ultimatum: Iran will Kommunikationsprogramme auf Smartphones verbieten
Sonntag, 21.09.2014
Amazon geht auf Buchverlage zu
Raumstation ISS bekommt 3D-Drucker
Weitere News
Webspace gesucht?
Suchen Sie günstigen Webspace für ihre Website?
Mit dem richtigen Anbieter ist das Hosting kein Problem und alle Daten dank RAID sicher. Auch der Homepage Baukasten ist oft inklusive.
Ob Root Server mieten, Domaincheck oder Domain registrieren - der Webhoster liefert alles aus einer Hand.
DSL Anschluss
DSL 2000 für Einsteiger, DSL 6000 für Normalsurfer oder DSL 16000 für Internetprofis.
Welcher Internetanschluss von welchem Internet Provider ist geeignet?
Der DSL Anbieter Vergleich zeigt: Die Auswahl ist groß
Mobilfunk Discounter
Inzwischen ist das Angebot an günstigen Mobilfunk-Tarifen sehr unübersichtlich.
Neben Billigmarken der großen Provider wie Simyo oder Fonic gibt es zahlreiche unbekanntere Discounter mit günstigen Preisen.
Eine Übersicht bietet unser Prepaid-Vergleich.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs