Anzeige:
Donnerstag, 16.08.2012 08:15

Ecuador riskiert Polizeiaktion gegen eigene Botschaft

aus dem Bereich Sonstiges

Diplomatischer Streit zwischen London und Quito: Die Regierung Ecuadors hat Großbritannien beschuldigt, mit einem Eindringen in die Botschaft des südamerikanischen Staates in London gedroht zu haben, in der sich der Wikileaks-Gründer Julian Assange seit sieben Wochen aufhält. Außenminister Ricardo Patiño sagte am Mittwochabend (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz in Quito, die britische Regierung habe "ausdrücklich und schriftlich" mit einem Überfall gedroht, falls Assange nicht ausgeliefert werde, wie die Zeitung "El Telégrafo" berichtete. Am Donnerstag will Quito seine Entscheidung über den Asylantrag von Assange bekanntgeben.

Anzeige

Erhöhtes Polizeiaufgebot

Nach einem Bericht der britischen BBC könnte dabei unter anderem der exterritoriale Status der Botschaft in London aufgehoben werden, um ein Eindringen von Polizeikräften zu ermöglichen. Rund um das Botschaftsgelände seien in der Nacht zum Donnerstag bereits zusätzliche Polizisten aufmarschiert. Eine Sprecherin des Außenministeriums in London bekräftigte nach Angaben der Agentur PA, dass die Regierung weiterhin an der Absicht zur Auslieferung Assanges an die schwedischen Justizbehörden festhalte. Allerdings werde mit Ecuador weiterhin "eine gegenseitig annehmbare Lösung" angestrebt.

Der Gründer der Internet-Enthüllungsplattform soll an Schweden ausgeliefert werden, wo ihm Sexualdelikte angelastet werden. Assange befürchtet jedoch, dass er von dort in die USA überstellt werden könnte. Seine Plattform hatte Tausende Depeschen öffentlich gemacht, die die Rolle der USA in verschiedenen internationalen Konflikten, unter anderem in Afghanistan und im Irak öffentlich machen.

Die ecuadorianische Regierung sei "zutiefst schockiert" über die Drohungen, wie ein Sprecher in Quito sagte. Die Haltung der britischen Vertreter bei den Gesprächen um die Situation Assanges, der in Ecuador Asyl beantragt hat, sei "sowohl politisch als auch juristisch unannehmbar", sagte Patiño. Der Außenminister teilte mit, dass seine Regierung ihre Entscheidung über den Asylantrag Assanges am Donnerstag um 07.00 Uhr Ortszeit (14.00 MESZ) bekanntgeben werde.

Hayo Lücke / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 Wie absurd ... (7 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von schizo am 16.08.2012 um 19:38 Uhr
 Suche

  News
Samstag, 31.01.2015
"Spiegel": Cyberangriff auf Kanzleramt knapp drei Jahre unbemerkt
Freitag, 30.01.2015
Congstar senkt Preis für "Handytausch Option" auf 1 Euro pro Monat
DeutschlandSIM-Aktion: Allnet-Flat mit LTE für 12,95 Euro
Facebook ab sofort mit neuen Datenschutz-Regeln - Zweifel an Zulässigkeit
Vodafone startet neuen Prepaid-Tarif für 9,99 Euro
ADAC findet Sicherheitslücke in ConnectedDrive von BMW
Android-ROM: OnePlus kündigt OxygenOS an - Microsoft investiert in Cyanogen
"Zeit": BND speichert täglich 220 Millionen Telefondaten
Berliner Journalisten gründen Online-Fensehsender
Amazon begeistert Börse auch mit gesunkenem Gewinn
Google enttäuscht trotz Milliardengewinns - Aktie fällt
Donnerstag, 29.01.2015
Vectoring: Tarife mit VDSL 100 im Überblick
Facebook: Neue Datenschutzregeln treten am Freitag in Kraft
Experten sicher: NSA setzt Trojaner "Regin" ein
Telekom fordert Offenlegung von Snowden-Dokumenten und mehr
Weitere News
DSL Geschwindigkeit
War das DSL günstig, aber die Geschwindigkeit ist niedriger als gedacht?
Die DSL Telefonie bricht ständig ab? Angebote wie IPTV sind eher eine Live Diashow?
Der DSL Speed Check offenbart die bittere Wahrheit in Sekunden. Einfach schnell DSL Geschwindigkeit testen und vielleicht gleich wechseln.
VDSL
Auf der Suche nach dem wahren Highspeed Internet mit DSL Flat?
Mit ihrem VDSL - Internetzugang kommt die Telekom-Tochter T-Home auf bis zu 50 Mbit/s.
Fernsehen im Internet gibt's im Entertain-Paket dazu. Auch Fußball in HD-Qualität über LIGA total und Filme per Video on Demand sind kein Problem.
© 1999-2015 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs