Anzeige:

Dienstag, 14.08.2012 07:28

Panische Reaktionen auf Groupon-Zahlen

aus dem Bereich Sonstiges

Das in Rekordzeit zu einem Milliardenkonzern herangereifte Schnäppchenportal Groupon hat einen kräftigen Dämpfer einstecken müssen: Der Zulauf an Kunden hat sich im zweiten Quartal deutlich abgeschwächt, genauso das Umsatzwachstum. Der Trend wird sich nach Ansicht des Managements im laufenden dritten Quartal noch verschlimmern.

Anzeige

Panische Reaktionen

Die Anteilseigner reagierten nach der Vorlage der Zwischenbilanz am Montag panisch: Die Aktie brach nachbörslich um mehr als 21 Prozent auf ein neues Allzeittief von unter 6 Dollar ein. Beim Börsengang im November hatten Anleger noch 20 Dollar berappen müssen.

Die Börsianer ließen sich auch nicht dadurch beschwichtigen, dass Groupon unterm Strich 28 Millionen Dollar verdiente nach einem Verlust von 107 Millionen Dollar vor einem Jahr. Die schwarzen Zahlen gelangen dem Unternehmen letztlich nur durch den Tausch von Anteilen an Firmen in China und einem daraus resultierenden Gewinn.

Einzelhändler und andere Gewerbetreibende können bei Groupon Rabattcoupons anbieten. Der Deal kommt zustande, wenn eine bestimmte Anzahl von Interessenten zuschlägt. Das Unternehmen erhält dann eine Kommission. "Wir hatten ein solides Quartal trotz Herausforderungen in Europa und weiteren Investitionen in Technologie und Infrastruktur", erklärte Gründer und Firmenchef Andrew Mason.

Was für andere ein Erfolg wäre...

Im zweiten Quartal wuchs Groupon im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 45 Prozent auf 568 Millionen Dollar (460 Millionen Euro). Für andere Unternehmen wäre das ein gewaltiger Erfolg. Doch für Groupon ist es eine mittlere Katastrophe: Im ersten Quartal hatte die Firma noch doppelt so stark zulegen können. Für das dritte Quartal ist sogar eine Abschwächung des Wachstums auf 35 bis 44 Prozent prognostiziert.

Schon seit einiger Zeit hegen die Anleger Zweifel daran, dass das Geschäftsmodell des erst 2008 gestarteten Unternehmens überhaupt dauerhaft funktionieren kann. Die Frage ist, ob die hohen Kosten für das Aufspüren und die Vermarktung der Schnäppchen sich rechnen. Einige Konkurrenten haben bereits die Segel gestrichen. Größter Rivale ist derzeit LivingSocial, hinter dem unter anderem der größte Online-Händler Amazon als Investor steckt.

Erschwerend kommt hinzu, dass Groupon am Kapitalmarkt bereits viel Porzellan zerschlagen hat. Das Unternehmen machte mehrfach Schlagzeilen wegen schlampiger oder etwas zu einfallsreicher Buchführung und musste seine Zahlen korrigieren.

Hayo Lücke / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Dienstag, 16.09.2014
Kurios: Extra-Gehweg für Handy-Nutzer eröffnet
Montag, 15.09.2014
RTL floppt mit App-Show "Rising Star" - Finale wird vorgezogen
Apple meldet neuen Rekord: Vier Millionen iPhone 6 in 24 Stunden vorbestellt
iTunes-Karten günstiger: Geld sparen bei REWE, Edeka und Marktkauf
Photokina in Köln: Bühne frei für Wearables, Actioncams und Co.
Chixx: Neue Smartphone-Flatrates für die Frau vor dem Fernseher
NetCologne gibt Entwarnung: Kein Zugriff von NSA oder GCHQ auf das Netz entdeckt
AVM: Fritz!Box 3490 ab sofort verfügbar
Tim Cook: Größere iPhones sollten bewusst so spät kommen
Kurz vor Deutschlandstart: Netxflix ab sofort in Frankreich verfügbar
Ebay-Störung behoben: US-Konzern entschuldigt sich
US-Gericht: NSA darf weiter Daten sammeln
Kaum Bewegung: Android bleibt fragmentiert
Umbruch auf dem Taximarkt: Sixt-Fahrdienst My Driver sieht große Chancen
Jugendliche als digitale Aussteiger: Zurück zum Analogen
Weitere News
Webhosting
Sie kennen sich im Webhosting bisher überhaupt nicht aus? Sie können mit Whois und DNS Server nichts anfangen?
Sie wissen nicht, was eine Firewall oder ein Cluster bewirkt? Und Sie haben auch noch nie von Small Business Server oder Switch gehört?
Dann einfach unsere Hintergrundseiten zum Thema nutzen. Wir erklären Ihnen die wichtigsten Begriffe - kurz und verständlich.
Handy ohne Vertrag
Zu einem neuen Prepaid-Tarif fehlt meist nur noch das dazu passende neue Prepaid Handy.
Ein Handy ohne Vertrag muss dabei keineswegs teuer sein.
Inzwischen bekommt man ein günstiges Klapphandy oder sogar ein Touchscreen Handy ohne zuviel ausgeben zu müssen.
Turbo Internet
DSL 16000 ist im Vergleich zu DSL 1000 oder DSL 2000 zwar schnell.
Mit VDSL geht es noch viel schneller: DSL 25000 und DSL 50000 brechen alle Rekorde im DSL Test.
Aber auch Internet über Kabel kann da mithalten.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs