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Montag, 13.08.2012 16:46

App.net erreicht Finanzierungsziel

aus dem Bereich Sonstiges

Die soziale Plattform App.net, die Twitter und Facebook mit einem Abo-Dienst herausfordern will, hat die erste Hürde genommen. Das Projekt erreichte sein Finanzierungsziel von 500.000 Dollar, die von künftigen Nutzern und Entwicklern eingebracht wurden. App.net-Mitgründer Dalton Caldwell verspricht, mit Hilfe der Abo-Gebühr von 50 Dollar im Jahr einen Dienst aufzubauen, bei dem nur die Nutzer und nicht die Werbekunden im Mittelpunkt stehen. Eine erste Demo-Version der Plattform erinnert an den Online-Kurzmitteilungsdienst Twitter.

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Besseres soziales Netzwerk per Abo?

Die Gründer der Plattform hatten sich an die Internet-Nutzer mit dem Aufruf gewandt, innerhalb weniger Wochen 500.000 Dollar für den Aufbau von App.net zusammenzubringen. Die Zusagen kamen zunächst nur schleppend in Gang, am Sonntag war das Ziel jedoch knapp zwei Tage vor Ablauf der selbst gesetzten Frist erreicht. Bis Montagmorgen kamen knapp 635.000 Dollar von 9.560 Unterstützern zusammen.

App.net ist nicht das erste von Nutzern finanzierte Projekt, dass ein besseres Online-Netzwerk aufbauen will. So sorgte im vergangenen Jahr eine Gruppe von US-Studenten mit dem Dienst Diaspora für Aufsehen, der mit Spenden funktionieren soll. Das Netzwerk ist jedoch im Vergleich zu den großen Rivalen bisher sehr klein geblieben.

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App.net will Facebook, Twitter & Co. Konkurrenz machen und ein besseres soziales Netzwerk schaffen,
das die Nutzer wieder in den Vordergrund stellt. Screenshot: onlinekosten.de

Offener Brief an Facebook-Chef Mark Zuckerberg

Caldwell bekam zum Start der Finanzierungsrunde zusätzliche Aufmerksamkeit mit einem offenen Brief an Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Dort warf er Facebook-Managern vor, ihn zum Verkauf eines seiner früheren Projekte zu drängen, weil es in Konkurrenz zu eigenen Dienstes des Online-Netzwerk gestanden hätte. "Du hast ein Geschäft aufgebaut, das finanzielle Motive verfolgt, die nicht im Einklang mit den Interessen von Nutzern und Entwicklern sind", schrieb Caldwell an den Facebook-Gründer.

Jörg Schamberg / dpa
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