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Samstag, 11.08.2012 00:01

Outdoor-Tetris & Co.: Streetgames erobern Berlin

aus dem Bereich Sonstiges

Wie das geht, zeigt eine Gruppe dänischer Designer. Ihr Spiel "Idiots Attack the Top Noodle" setzt auf nicht alltägliche Technik und ein starkes Konzentrationsvermögen der Teilnehmer: Der "Superchecker" versucht via Brainscanner und Play-Station-Controller, die Bewegungen der "Idiots" zu behindern, erklärt Ida Toft (29), die in Kopenhagen Digital Design studiert hat. Was kompliziert und nicht wenig albern klingt, soll den Teilnehmern Spaß bereiten, ihnen dabei aber zugleich den Umgang mit Technologien näher bringen - spielerisch sozusagen.

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Spiele mit Aussicht

Alltagsgegenstände anders nutzbar machen will Florian Rivière (26), der das Kronkorken-Memory entworfen hat. Wenn der aus Frankreich stammende Künstler aus abgestellten Einkaufswagen einen Mini-Spielplatz baut, verändert er aus seiner Sicht nicht nur die Funktion eines Gegenstands - vielmehr "hackt" er damit das System Stadt. Rivière nennt sich daher auch nicht einfach Künstler, sondern "Urban Hacking Spezialist".

Ob "Wardive", "Weeping Angels", "Turtle Wushu" oder "Hacked Off!" - egal, wie die Spiele heißen: Ihren Erfindern geht es immer darum, die Teilnehmer für deren Umgebung zu sensibilisieren. "Wir wollen einen Austausch anregen darüber, wie Straßenkreuzungen, Bürgersteige oder verlassene Kioske wieder zum eigenen Vergnügen genutzt werden können", sagt Quack. Das Besondere sei, das Spielfeld anders als im Computer nicht unter Kontrolle zu haben. "Wir mögen eben Spiele mit Aussicht lieber als solche, in die man fliehen kann."

Jörg Schamberg / dpa
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