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Sonntag, 12.08.2012 11:01

Gamescom: Volle Hallen, aber wenig Innovationen

aus den Bereichen Computer, Sonstiges

Präsenter denn je sind dagegen mobile Spiele: Erstmals widmet ihnen die Messe einen Schwerpunkt. Ein Smartphone haben schließlich die meisten der mehrheitlich unter 25-jährigen Besucher in der Tasche. Weitere Testmöglichkeiten - auch auf den mobilen Konsolen - gibt es an den Ständen der großen Anbieter. Mehr Platz bekommen auch Online- und Browser-Spiele, ein Trendthema der vergangenen Jahre. Sie machen den klassischen Konsolentiteln immer mehr Konkurrenz.

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Gamescom will Besucherrekord brechen

Trotz der Absagen - auch THQ und Sega fehlen - ist die Gamescom mit einer Fläche von rund 140.000 Quadratmetern und mehr als 600 Ausstellern größer denn je. "Die thematische Breite erlaubt uns, weiter zu wachsen", sagt Franko Fischer, Sprecher der Koelnmesse.

Und es dürfte wieder brechend voll werden. Die Messe hofft, den Vorjahresrekord zu übertreffen. Damals strömten 275.000 Spielefans durch die aufgeheizten Hallen, am Samstag musste die Messe sogar zwischenzeitlich die Tore schließen. In diesem Jahr sind die Tickets für den besucherstärksten Tag von vornherein begrenzt und nahezu ausverkauft. Die Messe ist ein Event - mit Spielen, aber auch mit vielen Konzerten und Partys in ganz Köln.

Spiele für Smartphones und Tablets auf dem Vormarsch

Für die Spiele-Hersteller geht es nicht nur um die Gunst der Nutzer, sondern auch des Handels. "Für den Coregamer-Markt in Deutschland und Europa ist die Gamescom der Indikator, was die Leute cool finden", sagt Jörg Müller-Lietzkow, Professor für Medienwissenschaft an der Universität Paderborn. Lara Croft kämpft nicht nur gegen Bösewichte, sondern auch um ihre Chancen im Weihnachtsgeschäft.

Aktuelle Branchenzahlen zeigen, wie stark die Konkurrenz für Konsole und PC durch die günstigen Smartphone- und Tablet-Games geworden ist. So fiel der Umsatz mit Konsolenspielen in Deutschland im ersten Halbjahr um sieben Prozent auf 300 Millionen Euro, wie der Branchenverband BIU am Mittwoch mitteilte. Bei Spielen für mobile Geräte schossen die Erlöse im Jahresvergleich hingegen um 40 Prozent auf 20,4 Millionen Euro hoch. Insgesamt legte der Branchenumsatz im ersten Halbjahr nur um ein Prozent auf 845 Millionen Euro zu.

Jörg Schamberg / dpa
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