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Donnerstag, 09.08.2012 06:59

Smartphone-Markt: Die Android-Flut reißt alles mit

aus dem Bereich Mobilfunk

Android und iOS dominieren das Smartphone-Geschäft wie nie zuvor. Zusammen halten beide Plattformen inzwischen 85 Prozent des Marktes, wie das US-Marktforschungsunternehmen IDC in seiner Analyse für das zweite Quartal dieses Jahres ermittelte. Vor allem Android drängt die Konkurrenz immer weiter in die Ecke und kontrolliert mittlerweile rund zwei Drittel des Marktes. Selbst Apple als klare Nummer zwei musste Federn lassen. Insgesamt legte der Smartphone-Absatz binnen eines Jahres um 42,2 Prozent auf 154 Millionen Geräte zu.

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Android flutet den Markt

Laut IDC sprang der Marktanteil von Android gegenüber dem Vorjahresquartal von 46,9 Prozent auf 68,1 Prozent. Insgesamt wurden demnach 104,8 Millionen Smartphones mit dem Google-System abgesetzt. Treiber dieser Entwicklung ist vor allem Apple-Rivale Samsung. Mit einem Anteil von 44 Prozent an den Gesamtverkäufen prangte auf nahezu der Hälfte aller im zweiten Quartal weltweit abgesetzten Android-Telefone das Logo der Südkoreaner.

Der Marktanteil von Apples iPhone gab hingegen binnen eines Jahres von 18,8 auf 16,9 Prozent nach. Allerdings warten viele Kunden derzeit auf die nächste iPhone-Generation, mit der für Herbst gerechnet wird, und halten sich entsprechend zurück. In der Zwischenzeit versucht Apple, Samsungs Aufstieg mit Patentklagen auszubremsen. Ein in diesem Zusammenhang möglicherweise entscheidender Prozess läuft seit Ende Juli im US-Bundesstaat Kalifornien.

Weltweiter Anteil der Smartphone-Plattformen im Jahresvergleich, Q2 2012. Grafik: IDC

RIM muss Absatzeinbrüche verkraften, Windows Phone legt zu

Dramatisch ist hingegen der Absatzeinbruch bei Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM). Dessen Marktanteil sackte im Jahresvergleich von 11,5 auf 4,8 Prozent ab. Noch darunter rangiert trotz der Partnerschaft mit Nokia weiterhin Microsofts Windows Phone. Allerdings konnte die Plattform neben Android als einzige einen steigenden Marktanteil verbuchen. Dieser rückte von 2,3 auf 3,5 Prozent vor - nach IDC-Angaben hauptsächlich durch eine Verdopplung des Absatzes von Nokias Lumia-Serie. Da Microsoft jedoch für alle bisher vorgestellten Smartphones mit dem hauseigenen Mobilbetriebssystem aus technischen Gründen kein vollständiges Upgrade anbieten wird, könnte der Mini-Aufschwung im dritten Quartal sein vorläufiges Ende finden. Erst das Weihnachtsgeschäft verspricht neue Impulse. Dann sollen erste Geräte mit Windows Phone 8 zu haben sein.

Eines wird allerdings bereits jetzt überdeutlich: Nokia ist es nicht gelungen, die Mehrheit der ehemaligen Symbian-Nutzer für einen Umstieg auf Windows Phone zu begeistern. So rutschte der Marktanteil des ehemaligen Standard-Systems der Finnen innerhalb nur eines Jahres von 16,9 Prozent auf nur noch 4,4 Prozent, ohne sich im Gegenzug in signifikant höheren Verkaufszahlen der Lumia-Reihe niederzuschlagen. Von der Neuorientierung der Nokia-Stammkunden profitiert hat damit offenbar vor allem Android.

Christian Wolf / Mit Material der dpa
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    Zuletzt kommentiert von Armithage am 06.09.2012 um 22:11 Uhr
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