"Ein weiterer Weg ist die Kombination von Software und Hardware." Hier nutzt McAfee, das seit 2010 zum Chip-Hersteller Intel gehört, eine Technik bestimmter Prozessoren, die dazu gedacht ist, virtuelle Maschinen voneinander abzuschotten. "So können wir am Betriebssystem vorbei Dateizugriffe überwachen und verdächtige Änderungen blockieren", erklärt Dirro. Das entsprechende Produkt "Deep Defender" wurde erst Anfang dieses Jahres eingeführt und wird zurzeit von Unternehmenskunden getestet.
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Angriffe auf Smartphones nehmen zu
Angriffsziele sind zunehmend auch mobile Geräte. "In den letzten drei Quartalen sehen wir einen massiven Anstieg von Trojanern auf Smartphones", sagt der McAfee-Experte. "Das fängt mit einfachen Geschichten an, wenn etwa SMS an Premium-Dienste verschickt werden. Andere Trojaner machen Handys zu Botnet-Clients und einzelne Programme geben einem Angreifer die komplette Kontrolle über das Gerät, sie zeichnen Telefongespräche auf und laden sie auf einen Server hoch."
Um neue Entwicklungen in der Untergrundszene zu erkennen, halten sich Strafermittler wie Sicherheitsexperten in deren Diskussionsforen - soweit sie dort hineinkommen - und Chat-Kanälen auf. "In den IRC-Chats haben wir Bots zum Mitloggen sitzen", erklärt Dirro - das sind Software-Roboter, welche die Kommunikation in Chaträumen mit der als "Internet Relay Chat" (IRC) bezeichneten Technik aufzeichnen. IRC-Chats sind öffentlich und werden häufig von politisch motivierten Hackern, sogenannten Hacktivisten, genutzt. "Um aus einem Chatroom nicht herausgeworfen zu werden, hat man mehrere Bots am Laufen", erklärt Dirro. "Die unterhalten sich auch ab und zu mal miteinander, damit sie nicht so auffallen."


